Großfruchtige Kirschensorten, moderne Anbaumethoden, beste Pflegemaßnahmen. Das sind für Steffen und Saskia Rehde die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Kirschenanbau. Seit 2016 führen die beiden Ockstädter den Familienbetrieb in der vierten Generation. Kurz vor Ende der Haupterntezeit der SüßKkirschen besuchte die Friedberger CDU mit ihrem Vorsitzenden Bernd Wagner an der Spitze den Obstbaubetrieb, um sich ein Bild vom örtlichen Kirschenanbau zu machen. „Ohne eine effiziente Größensortierung lassen sich die Kirschen nur schwer im Großhandel absetzen. Von den Obstvermarktern werden ausschließlich ausgesuchte, große Kirschen nachgefragt, die dann aber auch Spitzenpreise erzielen.“, erklärt Steffen Rehde bei der Vorführung der neuen Kirschensortiermaschiene. Die Früchte werden auf weißen Bändern transportiert, können dabei gedreht und so von mehreren Seiten kontrolliert werden. „So erreichen wir einen hohen Qualitätsstandard unserer Kirschen.“, ergänzt Saskia Rehde. Der Größensortierung vorgeschaltet ist das Verleseband. Durch die Abstände der Bänder fallen Blütenrückstände und kleinere Verunreinigungen bereits durch. Auch drehen sich die Früchte auf den Bändern sehr leicht. Beschädigte Früchte können somit schnell erkannt und ausgelesen werden. Anschließend erfolgt die automatische Größensortierung durch die Führungsträger, deren Abstand in Laufrichtung des Obstes zunehmen. So erfolgt eine marktgerechte Abfüllung der Kirschen. „Nur mit dieser Maschine können wir als Familienbetrieb eine Tagesernte von bis zu einer Tonne Kirschen bewältigen.“, sagt Steffen Rehde. Die Kirschen stammen von über 2500 Bäumen, verteilt von Bad Nauheim bis Rosbach. Bei der Kirschenernte helfen auch noch 13 polnische Erntehelfer, die ab morgens früh um 5 Uhr im Einsatz sind.

Da vom Markt eine Madenfreiheitsquote von 98 Prozent gefordert wird, halten sich Steffen und Saskia Rehde bei der Bekämpfung der Kirschfruchtfliege streng an die Vorgaben des Pflanzenschutzdienstes. Auch lassen sie ihre Kirschen regelmäßig von einem Labor auf Rückstandsfreiheit untersuchen. Der Befallsdruck durch die Kirschessigfliege wird durch konsequente Hygiene und Bestandspflege erfolgreich reduziert.

Welche Leckereien aus Kirschen hergestellt werden, zeigten Saskia und Steffen Rehde dann am Ende des Besuchstermins. Die beiden stellen Kirschwein und Liköre, Kirschsaft, Marmeladen und Kirschsecco her, den sie auch bei den Feierabendpartys der Stadt auf dem Elvis-Presley-Platz anbieten.

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