(rho) Am Neujahrstag 2016 veranstaltete der CDU-Ortsverband Ossenheim erneut einen der ersten Neujahrsempfänge des gerade begonnenen Jahres. Im vollbesetzten Pavillon des Bürgerhauses konnte Ortsverbandsvorsitzender Frank Litzinger alle Gäste herzlich willkommen heißen und zeigte sich sehr erfreut über den zahlreichen Besuch neuer und interessierter Ossenheimer Bürger und Vereinsvorsitzender. Besonders begrüßte er den Bundestagsabgeordneten Oswin Veith sowie den Landtagsabgeordneten Tobias Utter als Gastredner und Ehrengäste an diesem Abend. Auch die Friedberger Prominenz war mit Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Erstem Stadtrat Peter Ziebarth sowie den Magistratsmitgliedern Dirk Antkowiak, Dr. Olaf Osten, Herbert Wellenberg und dem Stadtverbandsvorsitzenden Dr. Hermann Hoffmann stark vertreten.

In seiner Begrüßung ging Litzinger kurz auf das vergangene Krisenjahr 2015 ein und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die gewaltigen Herausforderungen der Flüchtlingskrise bewältigt werden können. Mit guten Wünschen für das neue Jahr übergab er das Wort an Tobias Utter, der zu diesem Thema die überwältigende ehrenamtliche Unterstützung bei der Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge hervorhob. Aus dem Hessischen Landtag schilderte er die gute Zusammenarbeit mit den Grünen, die durch intensive Gespräche und das Finden von Kompromissen im Konsens geprägt sei. Beispielhaft nannte Utter dabei die Neuordnung des kommunalen Finanzausgleichs in Hessen mit dem Ziel, alle Kommunen mit den notwendigen Mitteln auszustatten und so eine leistungsfähige, effiziente und moderne Verwaltung dauerhaft zu sichern. Mit einem humorvollen Verweis auf den Berliner Flughafen ging er auf die Terminal-Erweiterung des Flughafens Frankfurt/M. und die Fraport AG als größten hessischen Arbeitgeber ein. Was die Bewältigung der Flüchtlingskrise angeht, zeigte sich Utter sehr zufrieden mit der besonnen regierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel und wünschte der Versammlung mit den Worten „Grundvoraussetzung zur Lösung aller Probleme ist Frieden!“ ein gutes Jahr 2016.

Im Anschluss ging Gastredner Oswin Veith rhetorisch geschliffen auf die aktuelle Politik der Bundesregierung ein und hob hervor, dass Deutschland wirtschaftlich und finanziell gut dastehe : mit 45 Millionen Beschäftigten haben so viele Bürger Arbeit wie noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs vor mehr als 70 Jahren. Dank steuerlicher Mehreinnahmen konnte damit ohne die Aufnahme neuer Schulden erneut ein ausgeglichener Bundeshaushalt erzielt werden. Zur Flüchtlingssituation stellte Veith klar, dass Mauern und Zäune keine vernünftige Lösung zur Bewältigung dieser Herausforderung darstellen und nannte in diesem Zusammenhang auch die jetzt zu sicheren Herkunftsländern erklärten Staaten Albanien, Montenegro und den Kosovo, in die Menschen ohne Asylgrund zurückgeführt werden können. Auch seine guten Wünsche für 2016 galten allen anwesenden Gästen.

Mit einem leichten Schmunzeln schilderte Hendrik Hollender in seinem Grußwort das Arbeitspensum der Kommunalpolitiker in der Stadtverordnetenversammlung und den Friedberger Ortsbeiräten und bedauerte, dass er vor lauter Arbeit fast nicht zum Plätzchen backen gekommen sei. Seine Frage nach der Bedeutung des Wortes „Silvester“ (nach Papst Silvester I.) überraschte so manchen Besucher und ermunterte ihn dazu, im nächsten Jahr das Wort „Neujahr“ zu erklären. In einem abschließenden Grußwort ging Dr. Hermann Hoffmann mit guten Wünschen an alle Gäste noch einmal auf das bewegte vergangene Jahr und die aktuelle Flüchtlingssituation in Friedberg ein. Zum Ende eines gelungenen Neujahrempfangs bedankte sich Litzinger bei den Gastrednern für die kompetenten Beiträge und gab endlich das Buffet mit Würstchen und Schmalzbroten frei.

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