(hol) Eine Welt voll edler Materialen und schimmernder Steine konnten die Besucher von der CDU Friedberg bei Juwelier und Uhrmachermeister Burck bewundern. Das bekannte Friedberger Haus auf der Kaiserstraße 50 wird von Michael van Bömmel und seiner Gattin Sue in der 4. Generation geführt. Es verbindet für einen handwerklich geprägten Einzelhandelsbetrieb auf ideale Weise  Tradition mit Moderne.

Die Kommunalpolitiker unter Führung des Stadtverbandsvorsitzenden Dr. Hermann Hoffmann staunten nicht schlecht, als sie von der mehr als 120jährigen Geschichte des Unternehmens hörten. Im Jahre 1894 beendete Louis Burck seine berufliche Wanderschaft nach Stationen in Salzburg und Wien und ließ sich als Uhrmacher und Goldarbeiter vis-à-vis der Stadtkirche nieder. Nach Geschäftsräumen in der Usagasse 31 arbeiteten er und seine Frau Maria Frederike bereits  ab 1906 in dem Fachwerkhaus "uff der Enggaß" neben der heutigen Kaiserstraße, das auch heute noch Sitz des Unternehmens ist. Zwei Generationen weiter übernehmen 1970 Heinz und Ursula van Bömmel das Geschäft. Schließlich, nach Meisterabschluss 1991 als jüngster Uhrmachermeister Deutschlands und einigen Wanderjahren im In- und Ausland, trägt Michael van Bömmel ab 1994 die Verantwortung für das Familienunternehmen, perfekt ergänzt seit 2002 durch Ehefrau Sue. Im Jahr 2014 feierten zwei Unternehmergenerationen zusammen mit ihrem Team und ihren Kunden 120 jähriges Bestehen.  Anlass genug für ein Jahr mit vielen erfolgreichen und besonderen Aktionen.

"Wir nehmen uns Zeit für jeden, der zu uns kommt", erklärt van Bömmel für sich und sein sechs-köpfiges Team, "denn nur wer mit Bedacht bei der Sache ist und ein aufrichtiges Interesse an seinem Gegenüber hat, kann helfen, das ideale Schmuckstück oder die eine Uhr, die perfekt zum Träger passt, zu finden." In einer kleinen und feinen Welt aus funkelnden Ringen, Colliers und Ketten sowie luxuriösen Uhren wird versucht, diesem hohen Anspruch Tag für Tag aufs Neue gerecht zu werden. "Und geht mal etwas kaputt, können wir auch helfen", so van Bömmel. Was  wünscht sich das Unternehmen von der Stadt? "Nun, viele auswärtige Kunden sagen, Friedberg ist eine Reise wert und verbinden ihren Besuch bei uns mit einem Bummel durch die Stadt", so Sue van Bömmel, "Wir wünschen uns daher eine attraktive  Stadt. Andere Kunden wollen nur schnell eine Batterie in einer Uhr gewechselt haben und benötigen daher Parkplätze in der Nähe. Die Parkplätze sind bei der Erneuerung der Kaiserstraße unbedingt zu erhalten."

Die moderne, digitale Seite des Traditionsbetriebes lernten die Stadtpolitiker im virtuellen Schmuckladen kennen, nämlich im Onlineshop des Hauses Burck. Kundenanfragen werden nicht mit einer automatisch generierten Antwort abgefertigt, sondern hier kümmern sich zwei Mitarbeiter um die schnelle und persönliche Beantwortung jedes Kundenwunsches. "Die Bedeutung des Internethandels kann heutzutage gar nicht unterschätzt werden", so van Bömmel, "Unser Onlineshop hat sich zu einer erfolgreichen Säule unseres Geschäfts herausgebildet.“

"Der Name Burck steht für erfolgreiches Unternehmertum im Einzelhandel. Er zeigt", so Hoffmann, "wie sich auch ein traditionsreicher Betrieb erfolgreich auf die Zukunft mit Internet und Kunden von weit jenseits der Stadtgrenzen ausrichten und erfolgreich am Markt bestehen kann.“ Von derartigen Konzepten könnten alle lernen. Friedberg, insbesondere die Kaiserstraße, lebe von einem solchen Unternehmergeist. Die Stadt müsse ihren Teil dazu beitragen und für ein attraktives Umfeld sorgen.

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