(rho) Im Rahmen der bevorstehenden Kommunalwahl hatte der CDU-Ortsverband Ossenheim wieder zu seinem traditionellen Dämmerschoppen „Eine Woche vor der Wahl“ eingeladen. Dabei konnte Ortsverbandsvorsitzender Frank Litzinger im Pavillon des Bürgerhauses als prominenten Gastredner wieder den Bundestagsabgeordneten und CDU-Spitzenkandidat für den Wetterauer Kreistag Oswin Veith herzlich begrüßen.

Litzinger ging zunächst auf die Besonderheiten der anstehenden Kommunalwahl ein, stellte die Wahlziele der CDU Ossenheim vor und erläuterte die Möglichkeiten des Kumulierens und Panaschierens. Die CDU konzentriert sich auf die Schwerpunkte Sicherheit im Ossenheimer Straßenverkehr, Dorfentwicklung von Ossenheim, Naturangebote in und um Ossenheim, Sauberkeit in Ossenheim sowie die Sanierung öffentlicher Gebäude und Flächen. Anschließend gab er noch einen kurzen Überblick zur beeindruckenden Vita Oswin Veiths, der den Gästen insbesondere als ehemaliger Bürgermeister von Butzbach und Erster Kreisbeigeordneter des Wetteraukreises bekannt ist und seit September 2013 als Bundestagsabgeordneter in Berlin den Wetteraukreis vertritt.

Veith begann seine Rede mit einem Kurzbericht aus Berlin um anschließend kompetent, interessant aber auch amüsant und nachdenklich einen Streifzug durch die große und kleine Politik zu unternehmen. In einer CDU-Bestandsaufnahme schilderte er zunächst seinen Eindruck von einer sehr gut aufgestellten und hoch motivierten Partei, die aus der Kommunalwahl wieder als stärkste politische Kraft in der Wetterau hervorgehen soll, um Regierungsverantwortung zu übernehmen. Im Vergleich zur zurückliegenden Finanzkrise 2008 betonte Veith die positive Lage der Nation, die mit 45 Millionen Beschäftigten, 2,7 Millionen Arbeitslosen sowie einem Warenexport von 1,4 Billionen € hervorragende Zahlen aufzuweisen habe. Auch der Wetteraukreis habe dabei vom ausgeglichenen Bundesetat profitiert und unter Berücksichtigung des kommunalen Investitionsprogramms aus Bundes- und Landesmitteln in der letzte Zeit mehr als 400 Millionen € erhalten. Zur Flüchtlingskrise stellte Veith klar, dass es sich hier nicht nur um eine nationale sondern auch um eine europäische und internationale Dimension handelt, die mit Blick auf die Vergangenheit bewältigt werden könne. So seien nach dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien von 1,4 Millionen in Deutschland aufgenommenen Flüchtlingen rund 1,2 Millionen wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt und auch die Mehrheit der Syrer wolle später wieder in ihre Heimat zurückkehren. Dank dem Einsatz der CDU, so Veith weiter, konnte das Asylrecht verschärft werden, um weitere Länder (zukünftig auch Algerien, Marokko u. Tunesien) zu sicheren Herkunftsländern zu erklären, den Familiennachzug zu begrenzen sowie den Abschluss weiterer Rückführungsabkommen zu ermöglichen. Mit Blick auf das geltende Grundgesetz sprach sich Veith deutlich dafür aus, in Deutschland keine Parallelgesellschaften zuzulassen und betonte dabei seine Unterstützung für die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

In der anschließenden Gesprächsrunde beantwortete er die Fragen aus dem Publikum ausführlich und souverän, wobei so manche Antwort die Gäste zum Nachdenken anregte. Litzinger bedankte sich zum Abschluss einer gelungenen Veranstaltung bei Oswin Veith für den interessanten, überzeugenden und engagierten Vortrag. In seinem Schlusswort rief er noch einmal alle Anwesenden dazu auf, von ihrem Wahlrecht und der Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens Rege Gebrauch zu machen.

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