(hol) Wer von Westen kommend nach Friedberg fährt, erblickt kurz vor der Einfahrt in das Gewerbegebiet am Grünen Weg auf der rechten Seite ein modernes Gebäude mit großen Glasfronten: das Büro des renommierten Friedberger Architektur- und Planungsbüros BLFP Frielinghaus Architekten. Das war Ziel der Friedberger CDU, um sich vom geschäftsführenden Alleingesellschafter Michael Frielinghaus, seinem Geschäftsführer Michael Schmitt und Günter Gondolf von der Bauleitungsabteilung über die Geschichte dieses seit 1934 in Friedberg tätigen Architekturbüros ebenso wie über aktuelle und zukünftige Aufgaben informieren zu lassen.

Was steckt hinter dem Kürzel BLFP?

Der Friedberger Architekt Heinrich Hohmann gründete 1934 als 26jähriger das Büro. Das Geld dafür stammte aus einem Architekturwettbewerb für den damaligen Neubau der Kreissparkasse, dem Mathildenstift, in Friedberg. Ein noch heute bestehendes Bauobjekt von Heinrich Hohmann ist das 1954 fertiggestellte Landratsamt am Europaplatz. 1964 kam Gerhard Bremmer als Schwiegersohn von Hohmann in das Architekturbüro in der Mainzer-Tor-Anlage. Als weiterer Partner im Friedberger Büro Heinrich Hohmann Architekten kam dann Bernhard Lorenz aus Luzern dazu. Lorenz war nicht nur Architekt sondern brachte auch eine Designerausbildung aus der Schweiz mit.  1977 wollte Michael Frielinghaus nach seinem Abschluss als Architekt an der TU Darmstadt eigentlich nur etwas Berufserfahrung sammeln und dann bald weiterziehen. Doch es kam anders. 1990 entstand das Büro Bremmer, Lorenz, Frielinghaus Planungsgesellschaft (BLFP). Im Jahr 1994 erfolgte der Einzug in das heutige Gebäude an der Strassheimer Strasse und im Jahr 2008 wurde Michael Frielinghaus Geschäftsführender Alleingesellschafter von BLFP Frielinghaus Architekten, das aktuell 74 Personen beschäftigt.

Für Michael Frielinghaus, von 2007 bis 2013 Präsident des Bundes Deutscher Architekten (BDA) in Berlin, ist Friedberg inzwischen Heimat. Doch im Gespräch mit den Vertretern der Friedberger CDU, an der Spitze Vorsitzender Dr. Hermann Hoffmann und Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, machte er kein Hehl daraus, dass die Stadtentwicklung Friedbergs ohne Leitbild sei. „Die Burg ist zentral für Friedberg und ein einmaliger Schatz“, so Frielinghaus. Daher seien die geplanten Reihenhäuser in der Burg ebenso eine Katastrophe wie die geplanten Studentenwohnungen im Feldwebelbau und auf der Ritterwiese. Hier müsse sich die Politik querstellen, denn dafür liege kein öffentliches Interesse vor. Die Burg müsse vielmehr für die gesamte Bevölkerung geöffnet werden. Das ist natürlich Wasser auf die Mühlen der CDU, die schon lange für eine Gastronomie in der Burg kämpft. Zu dem „Schatz“ Burg gehöre aber, so Frielinghaus, auch die Kaiserstraße und die Stadtkirche. „Die Bürger und Besucher Friedbergs suchen Plätze und Straßen, in denen die Geschichte der Stadt spürbar wird, die identitätsbildend wirken“.  Gerade für Studentenwohnungen gäbe es in Friedberg deutlich bessere Standorte. Einer sei die Kaiserstraße. Viele Obergeschosse in den Häusern links und rechts der ehemaligen Marktstraße stünden leer. Hier müsse ein Programm „Junge Menschen wohnen in der Stadt“ initiiert werden.

Die führenden Köpfe des Büros BLFP, Frielinghaus, Schmitt und Gondolf, hatten für die CDU-Vertreter einen ganzen Strauß von Vorschlägen, wie die Stadt Friedberg „wachgeküsst werden könnte“. Diese Vorschläge entstammen den Erfahrungen aus zahlreichen erfolgreichen Projekten des Büros im Rhein-Main-Gebiet ebenso wie aus vielen anderen Regionen Deutschlands zwischen Düsseldorf und München. Dazu gehöre ein weit gefächertes Veranstaltungsangebot während des ganzen Jahres ebenso wie gezielte Ansiedlung junger Familien und zur Technischen Hochschule passenden Unternehmen ebenso wie eine Aufwertung der Seewiese als Naherholungszentrum mit Angeboten des Outdoorsports.

„Wir haben heute eine Fülle von Anregungen erhalten, um in Friedberg eine Aufbruchstimmung zu erzeugen. Wir werden versuchen, in der neuen Wahlperiode 2016-2021 möglichst viel umzusetzen!“ beschloss CDU-Vorsitzender Dr. Hoffmann den Besuch im Architektur- und Planungsbüros BLFP Frielinghaus Architekten.

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