(liz) Mit Erstaunen hat die CDU Ossenheim die Ausführungen des Pressesprechers der SPD Ossenheim, Peter Haas, zum Arbeitskreis Dorfentwicklung Ossenheim (AKDEO) zur Kenntnis genommen (siehe WZ-Artikel „Abgeschrieben“ vom 21. Mai 2016, Seite 29). Überrascht hat dabei auch der ebenfalls nicht gerade zimperliche Wortlaut, in dem von „anmaßenden Anfeindungen“, „Unterstellungen“ und „Denunzierungen“ die Rede ist und die CDU-Vertreter im Ortsbeirat Ossenheim zur Distanzierung gegenüber dem AKDEO aufgefordert werden.

Tatsache ist, dass der seit Juli 2013 bestehende AKDEO seine Zielsetzungen und Pläne bereits im August 2013 ausführlich im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im Bürgerhaus Ossenheim vorgestellt hat. Im Mittelpunkt stand damals der laufende Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” und seit 2013 lassen sich die entsprechenden Aktionspläne auf den Internetseiten des Arbeitskreises abrufen. Einige der dort genannten Vorschläge und Themen für die zukünftige Entwicklung Ossenheims sind später mehr oder weniger in die Wahlprogramme aller zur Kommunalwahl 2016 angetretenen Parteien eingeflossen und fanden sich damit auch im SPD-Wahlprogramm wieder. Leider haben Vertreter der SPD Ossenheim den AKDEO von Anfang an mit Argwohn betrachtet und als verdeckten Wahlkampfableger der CDU angesehen, ohne sich thematisch mit den fachlich sauber recherchierten und fundamental aufbereiteten Zielen und Vorschlägen näher zu befassen. Auch das persönliche Gespräch mit dem kritisierten Sprecher des AKDEO, Jörg Simon, wurde trotz fortlaufender Information der SPD-Vertreter über alle Aktivitäten nicht gesucht und damit eine Möglichkeit zur Klärung von Unstimmigkeiten bzw. schwelenden Konflikten wohl mit einer gewissen Absicht vertan. Im Übrigen hat Jörg Simon auf den Internetseiten des Arbeitskreises verdeutlicht, dass der AKDEO sich schon immer an alle an der Ortsentwicklung Ossenheims interessierten Bürger wendet und nicht politisch motiviert ist.

Unverständlich bleibt auch, was Peter Haas mit seinen geradezu grotesken Behauptungen, es handele sich beim AKDEO um „eine Gruppe, die versucht, sich auf eine Stufe mit dem Ortsbeirat zu stellen“ und dabei angeblich ein „undemokratisches, gefährliches und kontraproduktives Vorpreschen“ an den Tag legt zum Ausdruck bringen will. Darf sich nach seiner Definition bzw. seinem Demokratieverständnis nur der Ortsbeirat für die Interessen der Ossenheimer Bürger einsetzen, nicht aber andere Vereine, Bürgerinitiativen oder auch Arbeitskreise ? In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass gerade Peter Haas als ehemaliger Vorsitzender einer Bürgerinitiative seinerzeit nicht unerheblichen Druck auf die Kommunalpolitik ausgeübt hat und dieses für Ossenheim positive Engagement selbst wohl kaum als undemokratisch und gefährlich bezeichnen würde. Völlig abwegig und zurückzuweisen ist auch sein Vorwurf, die CDU Ossenheim betreibe mit Hilfe des AKDEO außerparlamentarische Attacken, zumal er in seiner Funktion als ehemaliger Schriftführer im Ortsbeirat erleben durfte, dass dort in der vergangenen Wahlperiode gerade von den Mitgliedern der CDU stets ein sachorientiertes und respektvolles Verhalten an den Tag gelegt wurde. Von daher kann überhaupt keine Rede von einer Gefährdung der bisher harmonischen und parteiübergreifenden Zusammenarbeit der Mitglieder im Ortsbeirat Ossenheim sein.

Letztendlich geht es darum, ein positives Engagement von Bürgern zum Wohle des Stadtteils Ossenheim zu fördern und zu unterstützen. Aus diesem Grund sollte man es zu schätzen wissen, wenn es auch außerhalb des Ortsbeirats Bürger gibt, die sich in Vereinen, Bürgerinitiativen oder auch Arbeitskreisen für die eigene Gemeinde einsetzen und ihr Fachwissen umfassend aber auch mit kritischem Blick auf bestehende Probleme einbringen.

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