(hol) Der einzige große innerstädtische Grünraum Friedbergs, die Seewiese, ist funktional zweigeteilt. Westlich des Seebachs liegen die großen Sport- und Festflächen, östlich zur Stadtmauer hin die eher naturbelassenen Teile. „Leider gibt es keine markanten Sichtbeziehungen mehr zwischen diesen beiden Teilen“, bemängelte Dipl.-Ing. Martin Schaefer vom Friedberger Landschaftsplanungsbüro Naturprofil jetzt bei einem Rundgang über die Seewiese, zu dem ihn die Friedberger CDU eingeladen hatte. Auch markante Sichtachsen in die Umgebung sollten unbedingt wiederhergestellt werden, denn sonst ist selbst der Adolfsturm bald nicht mehr zu sehen. Zu optisch schönen und gleichzeitig biologisch wertvollen Wiesen, die es auf der gesamten Fläche nicht mehr gibt, könnten die derzeitigen Scherrasenflächen zwischen Seebach und Stadtmauer umgewandelt werden. Dazu müsste nur das Mähen der Rasenflächen von mehrmals wöchentlich auf zwei- bis drei Mal jährlich mit Abtransport des Schnittgutes umgestellt werden. Das Schlittenfahren auf dem Hang unterhalb des Krankenhauses würde dadurch nicht behindert. Als gut bewertetet Landschaftsplaner Martin Schaefer die Wegeführung und die Anzahl der Bänke. Allerdings fehlt oft ausreichend Platz für Rollatoren und Rollstühle neben den Sitzmöglichkeiten. Auch Fahrradabstellanlagen fehlen, mit Ausnahme an dem sehr gut gestalteten Kinderspielplatz, völlig auf der Seewiese. An allen Zugängen sollten daher Fahrradbügel montiert werden. Auch ein Sichtbarmachen des Seebaches durch teilweises Wegnehmen des Unterwuchses verbunden mit einer Aufweitung des Gewässerbettes fand bei der CDU-Delegation Zustimmung. Und schließlich könnte sich die CDU auch vorstellen, dass auf dem gerade gerodeten Gelände hinter dem Skiclubheim Generationenübergreifende Spielmöglichkeiten wie Schachtisch und Boulebahn ebenso angelegt werden könnten wie Anlagen für Volleyball und Basketball.

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