(sto) In einer Mitgliederversammlung der kreisstädtischen CDU im „Hüttchen“ der TG Friedberg wurden jetzt die Friedberger Delegierten für den Kreisparteitag der CDU Wetterau und die Wahlkreisdelegiertenversammlung gewählt. Dabei geht es vor allem um die erneute Nominierung von Oswin Veith als Bundestagskandidat.

In seinem Bericht über die Arbeit der vergangenen Monate würdigte der Stadtverbandsvorsitzende Dr. Hermann Hoffmann zunächst das Ergebnis der Kommunalwahlen vom 6. März 2016. „Wir haben unser erklärtes Wahlziel, erneut die stärkste Fraktion in der Friedberger Stadtverordnetenversammlung zu stellen, erreicht.“, betont Hoffmann. Zudem stelle man in Bruchenbrücken, Ockstadt und der Kernstadt den Ortsvorsteher. Trotz des Wahlsiegs hätten die Sondierungsgespräche der Verhandlungskommission ergeben, dass in Friedberg derzeit keine stabile Koalition möglich sei. Dies habe zur Folge, dass man je nach Beratungsgegenstand mit wechselnden Mehrheiten operieren müsse. Zuletzt habe die CDU mit der überraschenden und widerrechtlichen Außerdienststellung des Ersten Stadtrats einen politischen Schaden erleiden müssen, da sich die Mehrheitsverhältnisse im Magistrat zu Lasten der CDU verschoben hätten. Ziel sei es daher, so schnell wie möglich das Amt des Ersten Stadtrats wieder besetzen zu können. Hoffmann stellte die umfangreichen Aktivitäten der Friedberger CDU heraus. Seit Jahresbeginn habe man 15 Friedberger Unternehmen und Organisationen besucht, zwei Stadtgespräche veranstaltet, mehrere Infostände in der Kernstadt und in Fauerbach durchgeführt sowie in Ockstadt ein Sommerfest gefeiert. Die beste Resonanz habe man mit dem Neujahrsempfang erzielt, bei dem Wolfgang Bosbach die Besucher begeistert habe.

Aus der Fraktion in der Friedberger Stadtverordnetenversammlung berichtete der stellvertretende Vorsitzende Patrick Stoll. Zunächst habe man Hendrik Hollender als Mitglied der größten Fraktion erneut zum Stadtverordnetenvorsteher wählen können. In Abstimmung mit den anderen Fraktionen habe man dann die Ausschüsse und Kommissionen besetzt. Schließlich sei es gelungen, mit Dieter Olthoff einen ausgewiesenen Fachmann in den Planungsverband Rhein-Main zu entsenden. Stoll bekräftigte den Anspruch der CDU, die Position des Ersten Stadtrats rasch mit einer Christdemokratin oder einem Christdemokraten zu besetzen, der das Amt auch inhaltlich gut ausfüllen kann. Die ordnungsgemäßen Mehrheitsverhältnisse im Magistrat müssten wieder hergestellt werden.

Im Anschluss ehrten Hofmann sowie der Wahlkreisabgeordnete der CDU im Landtag Tobias Utter verdiente Mitglieder der Friedberger CDU: Peter Günther Petzold wurde für eine 40jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet, für eine je 25jährige Mitgliedschaft Karin Türk, Heinz van Bömmel und Patrick Stoll.

Utter, der direkt aus der Plenarsitzung im Wiesbadner Landtag kam, erklärte : „Die Koalition in Wiesbaden funktioniert ganz ausgezeichnet.“ So habe man den ersten Haushalt ohne Neuverschuldung seit dem Jahr 1969 verabschieden können. Dabei seien in Hessen so viele Lehrer wie noch nie beschäftigt und die Zahl der Polizeibeamten deutlich erhöht worden. Auch die Präventionsarbeit im Bereich Islamismus, vor allem durch an hessischen Universitäten ausgebildete Religionslehrer im Fach Islam, sei ein Erfolgsmodell, was anderen Bundesländern als Vorbild diene. Utter verwies noch auf eine jüngst veröffentlichte Meinungsumfrage aus Hessen, bei der sich der überwiegende Teil der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden mit der Arbeit der schwarz-roten Koalition gezeigt hätten. Volker Bouffier schneide bei der Beliebtheit deutlich besser ab als Torsten Schäfer-Gümbel. Die Zustimmung zur AfD liege unter 10%, die zur FDP unter 4 Prozent. Dies seien Ergebnisse, die alle Mitglieder der CDU motivieren könnten, mit Zuversicht auch in den kommenden arbeitsreichen Monaten für die Politik der CDU einzutreten.

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