(sto) „Die Friedberger CDU sieht sich in ihrer Kritik an der Stellungnahme des BUND-Kreisverbandes zur Ausweisung eines Windvorranggebietes am Winterstein vollauf bestätigt. Die Antwort des Energieexperte Dr. Werner Neumann vom BUND-Kreisverband geht voll am Thema vorbei“,  so der Friedberger CDU-Vorsitzende Dr. Hermann Hoffmann. Wie Dr. Neumann zu der Behauptung komme, die Friedberger CDU verspiele die Energiezukunft ohne Windräder, sei schleierhaft. Auch die CDU Friedberg stehe für die Energiewende, sie verfolge daneben aber auch andere wichtige Ziele.

„Es ist eine Unverschämtheit von Dr. Neumann zu behaupten, die Friedberger CDU sei weder zukunftsfähig noch verantwortungsvoll!“ so der CDU-Vorsitzende Dr. Hoffmann. Ganz im Gegensatz zum BUND gehe die CDU aber verantwortungsvoll mit der heimischen Natur und Landschaft um und überlege genau, wo und wie in Zukunft Energie erzeugt werden könne. Vor allem überlege sich die Friedberger CDU auch, wo und wie Energie eingespart werden kann. Gerade zu dem besonders wichtigen Thema ‚Energiesparen‘ habe sich der BUND aber überhaupt nicht geäußert.

Mit keinem Wort gehe der Energieexperte Dr. Neumann vom BUND-Kreisverband Wetterau auf die geplante Zerstörung der Kulturlandschaft im  Naturpark Taunus ein. Kein Wort zur Zerstörung des Lebensraumes der geschützten Wildkatze. Dass Dr. Neumann von Naturschutz wenig Ahnung habe, zeige sich auch in der Aussage, dass sich die Auswirkungen von 20 Windrädern im Bereich des Wintersteins „in Grenzen halten“. Denn die Auswirkungen gingen weit über den Maststandort hinaus, besonders bei Anlagen von 200 Metern Höhe. Auch die Behauptung, der Standort Winterstein sei durch die Regionalplanung ausgewählt worden, damit andere Gebiete für den Naturschutz freigehalten würden, zeige, dass Dr. Neumann das Auswahlverfahren überhaupt nicht verstanden hat. Denn ausgewählt werde alleine nach errechneten (nicht aber real gemessenen) Windgeschwindigkeiten in den verschiedenen Windvorranggebieten. Das Thema ‚Schutz der Kulturlandschaft‘ zum Beispiel habe bei dem bisherigen Auswahlprozess überhaupt keine Rolle gespielt, werde aber jetzt u. a. vom Landesamt für Denkmalschutz zu Recht massiv eingefordert.

Hoffmann: „Wenn Dr. Neumann und der BUND-Kreisverband Wetterau zu dem Schluss kommen, dass „Umweltschutz, Naturschutz und die Bürgerenergiewende“ bei der Windenergie am Winterstein zusammen passen, dann haben sie weder die europäischen noch die nationalen Naturschutzgesetze gelesen und schon gar nicht verstanden.“

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