(sto) Die Friedberger CDU wendet sich entschieden gegen die Oberstufe an der Singbergschule in Wölfersheim.  Durch die 9. Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes des Wetteraukreises. der die Einrichtung einer Oberstufe an der Singbergschule festschreiben soll, würde die Friedberger Schullandschaft massiv beeinträchtigt.

CDU-Vorsitzender Dr. Hermann Hoffmann: „Für das Burggymnasium käme das einer feindlichen Übernahme gleich, denn bisher entscheiden sich fast 90 Prozent aller Singbergschüler, die auf eine gymnasiale Oberstufe wechseln, für das Burggymnasium.“ Aber auch an der Johann-Philipp-Reis-Schule und der Augustinerschule würde das bisher breite und qualitativ hochwertige Kursangebot sehr wahrscheinlich zusammengestrichen werden müssen.  Da der Erhalt des derzeitigen vielfältigen Kursangebotes an den Friedberger Oberstufen aber durch den Wetteraukreis nicht garantiert werden kann, lehnt die Friedberger CDU die Oberstufe in Wölfersheim ab.

Die „Zersetzung der kreisstädtischen Schullandschaft“  habe schon 2008 begonnen, als das SPD-Dreigestirn aus Landrat Arnold, Wölfersheims Bürgermeister Kötter und Singberg-Schulleiter Thomas Gerlach dafür sorgte, dass dem Schulplanungsbezirk Wölfersheim die Friedberger Grundschule Dorheim, die auch von den Friedberger Kindern aus Bauernheim besucht wird, zugeschlagen wurde. Schon damals wehrten sich die Eltern der Henry-Benrath-Schule vehement gegen diese „Ausgemeindung“ der Dorheimer und Bauernheimer Schulkinder. Dies sei nach wie vor eine inakzeptable Situation, denn die Henry-Benrath-Schule könnte die Schüler aus Dorheim und Bauernheim ebenso gut aufnehmen wie die Singbergschule. Die Singbergschule lebe von der „Zwangszuweisung“ der Grundschüler aus Dorheim und Bauernheim, Echzell und Reichelsheim.

„Es mutet wie ein Treppenwitz an, dass in Wöfersheim für diese Oberstufe erst noch für mehrere Millionen Euro die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden müssen, während Burggymnasium und Johann-Philipp-Reis-Schule sowie weitere Schulen in der Umgebung Wölfersheims genügend Raumkapazitäten vorhalten. Das Ganze wird dann mit der von Friedberg zu zahlenden Kreis-und Schulumlage finanziert.“ empört sich Friedbergs CDU-Vorsitzender Dr. Hoffmann. Leider spreche sich Bürgermeister Keller nicht gegen diese Planung aus, was seiner freundschaftlichen Verbundenheit zum Landrat und der Wetterauer SPD geschuldet sein dürfte.

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