(sto) In der Debatte um die vom Regionalverband FrankfurtRheinMain auf dem Winterstein vorgesehene Windvorrangfläche hat sich zuletzt die Friedberger FDP ablehnend geäußert. Es drohe das „Ende des Wintersteins“. Die „rot-grünen Ideologen“ hätten der „Zerstörung des Wintersteins Tür und Tor geöffnet“ und ein „Todesurteil über die Eichen“ gefällt.

Dieser Einschätzung stimmt die Friedberger CDU zu. Hierzu äußert sich CDU-Chef Dr. Hermann Hoffmann: „Wir hatten bereits wiederholt darauf hingewiesen, dass ein Windpark auf dem Winterstein ein nicht zu rechtfertigender Eingriff in Natur und Landschaft ist. Außerdem würde das Weltkulturerbe Limes entwertet.“ Während Rot-Grün bei klammen Kassen nicht davor zurückschrecke, Tausende für die Umsiedlung weniger Bäume vom Elvis-Presley-Platz auf die Seewiese zu verschwenden, nehme man eine nicht auszugleichende Rodung hektarweiser Eichenwälder auf dem Winterstein hin. Es gebe keinen klareren Beleg dafür, wie scheinheilig und widersprüchlich die Politik von Rot-Grün Fragen des Naturschutzes ist.

Irritiert sei man aber über die Behauptung der FDP, die CDU werde noch von ihrer ablehnenden Haltung abfallen. Hofmann: „Es ist völlig unverständlich, was Achim Güssgen meint.“ Die Friedberger CDU habe sich klar gegen die Vorrangflächen ausgesprochen und – anders als die Friedberger FDP – ausführlich begründete Widersprüche beim Regionalverband FrankfurtRheinMain eingereicht. „Die CDU redet nicht nur, sie handelt.“, erklärt Hoffmann.

Welches Bild der Winterstein abgeben könnte, wenn sich Regionalverband und Rot-Grün mit ihren „Kahlschlagsplänen“ durchsetzen sollten, hat die CDU in einer beispielhaften Bildmontage dargestellt. Hofmann: „Das Bild eröffnet einen Blick auf den Winterstein aus der Feldgemarkung zwischen der Kernstadt und Ockstadt und zeigt wie zerstörerisch die Planung von Windkraftanlagen an dieser Stelle ist.“ Die eingefügten Windkraftanlagen in der Simulation seien in dem vorgesehenen Vorranggebiet verortet und entsprächen der Höhe nach annäherungsweise den Ansätzen des Regionalverbands. „Einen solchen Blick auf den Winterstein wollen wir nicht haben“, so Hofmann abschließend.

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