(sto) Die jüngst in dieser Zeitung vermeldete Entscheidung der Friedberger Wohnungsbaugesellschaft, der ABG Flächen in der Housing Area unter der Bedingung anzubieten, dass die Belegung durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft erfolgen soll, wird auch von der CDU begrüßt. Deren Vorsitzender Dr. Hermann Hoffmann vermerkt hierzu: „Ohne die Hinweise der CDU auf den Vorbehalt der Belegungsrechte wäre es ausgeschlossen, dass die in Friedberg bestehende Nachfrage nach günstigen Neubauwohnungen auch nur ansatzweise befriedigt werden könnte.“

Denn folge man den Presseberichten des Bürgermeisters und Aufsichtsratsvorsitzenden der Wohnungsbaugesellschaft Keller (SPD), sei offensichtlich, dass an das Thema Belegungsrechte zunächst nicht gedacht worden sei. Es habe eine Entwicklung gedroht, wie sie sich schon in anderen Nachbarkommunen Frankfurts ereignet habe. Die Wohnungen seien zunächst Wohnungssuchenden aus Frankfurt angeboten worden, während die örtliche Nachfrage nicht bedient werden konnte. Dass nun die AGB selbst angeboten habe, der Friedberger Wohnungsbaugesellschaft die Belegung und Vermietung der Wohnungen zu überlassen, wertet Hoffmann als „Erfolg der CDU“. Offensichtlich habe die AGB die Sorgen der Friedberger Wohnungssuchenden aufgegriffen und in dem konkreten Kaufangebot berücksichtigt.

Während sich danach im Bereich der Housing Area eine Entwicklung abzeichnet, die von allen Parteien mit getragen werden kann, steht die Entwicklung des Kasernengeländes noch in den Sternen. „Nach dem Ausscheiden Dr. Braams als Bauamtsleiter fehlt es in der Stadt an der nötigen Sachkompetenz für dieses Mammutprojekt.“, erklärt Olaf Beisel, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Friedberger Stadtverordnetenversammlung. Es sei von herausragender Bedeutung, dass die Stadt ihren Einfluss auf die Entwicklung dieser Fläche in ausgewogener und zukunftsträchtiger Weise wahrnimmt. „Mit dem Bauplanungsrecht haben wir die Mittel, die Entwicklung der Ray Barracks im Sinne aller Friedberger zu beeinflussen.“, bemerkt Beisel. Leider sei die Konversion für die „De-facto-Koalition“ aus Grünen und SPD bislang kein Thema, weshalb die CDU in der kommenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung die Wiedereinsetzung des Konversionsausschusses beantragen werde. „Bei der Entwicklung der Ray Barracks muss das Parlament wieder beteiligt werden. Dies ist kein geeigneter Gegenstand für die Alleingänge des Bürgermeisters“, ergänzt Hoffmann. Auch sei die Verwaltung gehalten, ihre eigene Planungskompetenz zu stärken. Der Bürgermeister möge als zuständiger Dezernent erklären, was er in dieser Hinsicht zu tun gedenke. Neben einer personellen Verstärkung des Bauamts komme aus Sicht der CDU die Beauftragung eines externen Planungsbüros in Betracht.

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