(hof) Die Neugestaltung der Kaiserstraße ist ein Thema, dass Friedberg bewegt und darüber hinaus zeigt, wie ein erhebliches Engagement der Bürgerschaft aussehen kann. So war die Bürgerversammlung am 12.08.2011 außerordentlich gut von Bürgen besucht und so hat sich mit dem Friedberger Forum eine Interessengemeinschaft für die Friedberger Stadtentwicklung gebildet, die über mehrere Jahre dieses Thema diskutiert und nun in einem fundierten Konzeptvorschlag kanalisiert hat. Auch die CDU Friedberg hat seit Jahren das Thema auf der Agenda. Aus all dem schält sich für sie eine Vision für die Friedberger Geschäftstrasse heraus.

Als Kernpunkt soll nach CDU Meinung das Zentrum der Stadt so gestaltet sein, dass sich einzelne Bereiche wahlweise und flexibel als Verkehrs-, Park-, Gastro-, Gehweg- oder Eventfläche nutzen lassen. Besonderes Augenmerk verdient ein gutes Parkplatzkonzept. So sollen z. B. ausreichend Parkplätze dann vorhanden sein, wenn sie gebraucht werden und können aber auch für die nächste Veranstaltung als Festfläche zur Verfügung stehen. Wichtig ist eine ausreichende Zahl von Parkplätzen während des Geschäftsbetriebs für Kurzparker. Die Kaiserstraße sollte durch Minikreisel in Abschnitte aufgeteilt sein, die bei Bedarf autofrei einzeln oder zusammen für Events nutzbar sind. Durch die Kreisel ergibt sich dann auch eine einfache Verkehrsführung bei Veranstaltungen. Dazu muss die Oberfläche von Haus zu Haus barrierefrei sein, um auch gesundheitlich eingeschränkten Personen eine uneingeschränkte Nutzung zu ermöglichen. Erhaltenswerte Bäume zu bewahren macht dann Sinn, wenn sie in das Konzept passen und nicht umgedreht.

„So stellen sich viele engagierte Bürger und so stellen wir uns eine neugestaltete Kaiserstraße vor. Das alles gibt der rot/grüne Antrag zur nächsten Stadtverordnetensitzung aber nicht her. Hier fehlt es an einem Gesamtkonzept und erst recht an einem mehrheitlich getragenen Entwurf“, so Dr. Hermann Hoffmann, der CDU Stadtverbandsvorsitzende und Olaf Beisel, der CDU Fraktionsvorsitzende zu dem Antrag der Koalition in der nächsten Parlamentssitzung. „Die Rot/Grüne Koalition - höflich wie sie ist - bedankt sich nun für all das Engagement, sagt, dass keine Gruppe die alleinseligmachende Lösung für sich gepachtet hätte (WZ vom 13.06.2012) und macht was sie will“, so Hoffmann. „Man gebe sich offen nach allen Seiten und setze doch nur auf den aufpolierten Aufguss der alten Grünen Wunschliste zu dem Elvis-Presley Platz und dem Erhalt der Bäume, garniert mit einem Griff in die Kiste Ampel oder Zebrastreifen“.

Ein Grinsen erzeugt die rot/grüne Aussage, man müsse zur Fristeinhaltung für fristgebundene Zuschüsse für den Elvis-Presley Platz nun schnell eine Beschlusslage schaffen und könne anschließend weiter diskutieren, Detailfragen klären und in einen konstruktiven , sachbezogenen Austausch treten (WZ vom 13.06.2012). Stehen die Eckpunkte einmal mit einem Stadtverordnetenbeschluss fest, sind wirklich nur noch Details zu klären und das gewünschte Gesamtkonzept verpufft im rot/grünen Nebel. Warum hat Rot/Grün in ihren Vorschlag die vielen Anregungen, die spätestens ab der Bürgerversammlung am 12.08.2011 bekannt wurden, zum überwiegenden Teil unberücksichtigt gelassen und behauptet, von allen Forum-Vorschlägen erst vor Kurzem gehört zu haben und nun keine Zeit zur angemessenen Reaktion zu haben? Warum hat die Stadtverwaltung, basierend auf den Anregungen, keinen eigenen neuen Vorschlag erarbeitet, so wie es doch in der Bürgerversammlung versprochen wurde?

„Das Zeitargument wird immer dann bemüht, wenn man eine ernsthaft Diskussion abwürgen will“, so Beisel und Hoffmann. „Zusammen mit den Ideen der Bürgerschaft hätte man eine auf Jahre hinaus lebendige und interessante Innenstadt gestalten können. Jetzt hätten wir die Chance für ein neues Konzept - der Antrag von Rot/Grün dagegen ist nur Flickwerk, ist nur alter Fisch neu verpackt und wird dem Anspruch an die Zukunft nicht gerecht.“

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