(hof) Zu einer Diskussionsrunde über die Zukunft des Ockstädter Freibades lud die CDU am letzten Montag nach Ockstadt in das Bürgerhaus ein. Der CDU Stadtverbandsvorsitzende Dr. Hermann Hoffmann,  Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender und Ortsvorsteher Günther Weil konnten neben Cornelia Meisinger (Vorsitzende des Fördervereins Schwimmbad Ockstadt), Stephan Ewald und Stephan Pfeifhofer (beide Beisitzer des Fördervereins) weit über 200 interessierte Bürger begrüßen.

Die große Zahl der Zuhörer zeigte, dass die CDU mit der Wahl des Themas den Nerv der Zeit getroffen hatte. Nach einer Begrüßung durch Weil und Hoffmann und einer charmanten Vorstellung Cornelia Meisingers durch Hollender wurden im ersten Teil der Veranstaltung alle Teilnehmer über die Historie und den aktuellen Stand der Verhandlungen mit der Stadt sowie über die Lösungsvorschläge des Fördervereins informiert. Im zweiten Teil wurde lebhaft diskutiert. Auf allgemeines Unverständnis stieß die gemächliche Art, mit der die Stadtverwaltung und an Ihrer Spitze Bürgermeister Keller dem Wunsch der Ockstädter auf eine Öffnung des Freibades in dieser Saison nachkommen. Selbst im Stadtparlament wurde ein entsprechender Antrag der CDU auf Öffnung des Bades von der rot-grünen Koalition, die die Mehrheit im Parlament stellt,  auf die lange Bank, sprich in einen Ausschuss geschoben. Dem "Freibad soll durch die Koalition und Bürgermeister Keller endgültig das Wasser abgelassen werden", so Hoffmann. Das diese Reaktion Methode hat, lässt sich bis in das Jahr 1976 zurückverfolgen, als der damalige SPD Stadtverordnete Stürz ganz offen den Betrieb des Freibades in Frage gestellt hat. Danach und bis in jüngster Zeit sind die Methoden mit dem Hinweis auf zu hohe Investitionen für ein Edelstahlbecken, eine Chloranlage oder dem aktuellen Argument des nicht mehr vorhandenen Versicherungsschutzes zwar subtiler geworden,  verfolgen aber immer noch dasselbe Ziel der Schließung des Ockstädter "Heiligtums".

Die Veranstaltung schloss mit einem Appell an alle Beteiligte in Politik und Stadtverwaltung, den Badebetrieb in dieser Saison zum Wohl der Bürger sicherzustellen.

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