(wei) Die Verabschiedung der ausgeschiedenen Mitglieder und vor allem die Wahl des neuen Ortsvorstehers standen im Mittelpunkt der konstituierenden Sitzung des Ockstädter Ortsbeirats. Überraschungen blieben dabei aus, denn die Mitglieder des Gremiums setzten auf Kontinuität. Sie wählten Günther Weil für weitere fünf Jahre zum Ortsvorsteher von Ockstadt. Einig waren sich alle Anwesenden, dass der Rückbau und die Umgestaltung der Ortsdurchgangsstraßen in den nächsten Jahren besondere Priorität genießen sollten.

Am Anfang stand der Abschied: Zu Beginn der Sitzung nutzte Günther Weil die Verabschiedung der ausgeschiedenen Ortsbeirats-Mitglieder Heidi Pfeifhofer, Helga Huth, Stephan Ewald und Helmut Schaaf zu herzlichen Dankesworten, aber auch zu einer allgemeinen Betrachtung über die Bedeutung des Ehrenamts. Pfeifhofer, Huth, Ewald und Schaaf hätten viele Jahre erfolgreich im Ortsbeirat mitgearbeitet und sich ehrenamtlich mit ganzer Kraft für das Gemeinwohl eingesetzt, erklärte Weil. Wer sich freiwillig engagiere, gebe reichlich: Zeit, Zuwendung und Kompetenzen. Dieser große Einsatz für das Gemeinwohl sei für die Gesellschaft unerlässlich, aber nicht selbstverständlich. Besonderes Engagement verdiene deshalb auch besondere Anerkennung. Ehrenamtliches Engagement sei ein wichtiger Beitrag für die Lebensqualität, Integrationskraft und Zukunftsfähigkeit des Gemeinwesens. Für ihren weiteren Lebensweg wünschte er den scheidenden Ortsbeiräten alles Gute.

Als Altersvorsitzender des neunköpfigen Gremiums leitete Reinhard Huth die Wahl zum Ortsvorsteher. Einstimmig fiel die Entscheidung für den engagierten Christdemokraten Günther Weil. Ebenso wie seine Ortsbeirats-Kollegen dankte Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender dem wieder gewählten Ortsvorsteher für seine engagierte Leistung in der vergangenen  Legislaturperiode. Er sei, so Hollender, in Ockstadt „ohne Zweifel hoch angesehen“. „Auch Ihre kommunalpolitische Arbeit wird anerkannt, dies belegt nicht zuletzt die große Stimmenanzahl der Bürgerschaft für Sie bei den Kommunalwahlen“, lobte Hollender.

In der neuen Legislaturperiode verfügt die CDU im Ockstädter Ortsbeirat über sechs Sitze, die Sozialdemokraten sind mit zwei Mandatsträgern, die Grünen mit einem Abgeordneten vertreten. „Ich bleibe bei meinem Stil – ich möchte mich für alle Bürger einsetzen. Ich habe ein offenes Ohr für die Belange der Ockstädter und werde weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung pflegen“, versprach Günther Weil in seiner Antrittsrede. Miteinander reden sei das Konzept einer erfolgreichen Arbeit und notwendig, um Lösungen für  Probleme zu finden. „Wir dürfen nicht aus dem Blick verlieren, dass uns die Bürger gewählt haben. Erfüllen wir den Wählerauftrag und stellen unsere Arbeit unter das Motto ‚Jede Partei ist für das Volk da, nicht für sich selbst’“, zitierte Weil Bundeskanzler Konrad Adenauer. Allen Ortsbeiratsmitgliedern dankte er für das entgegengebrachte Vertrauen, den neuen Kollegen wünschte er eine gute Einarbeitungszeit.

„Es wird Zeit, dass nun endlich mit dem Rückbau und Umgestaltung der Ortsdurchgangsstraßen begonnen wird“, skizzierte der gerade wieder gewählte Ortsvorsteher ein Thema von besonderer Brisanz. Ockstadt wolle nicht hintan stehen, darin waren sich alle Anwesenden einig. Das Konzept für diese wichtige Maßnahme stehe, sei im Ortsbeirat besprochen und müsse nun vorangebracht werden. Den Bürgern werde in einer Bürgerversammlung das Konzept vorgestellt; sie sollen in die Detailplanung eingebunden werden, kündigte Ortsvorsteher Weil an.

Der neu gewählte Ortsbeirat Ockstadt (v.l.n.r.): Günther Weil (CDU), Günther Staudt (CDU), Reinhard Huth (SPD), Christel Bohl (CDU), Thomas Winter (CDU), Stadtverordnetenvorsteher Hendrick Holländer (CDU), Stefanie Kipp (CDU), Werner Schaupp (CDU). Es fehlen Sabine Schäfer (Grüne) und Helmut Knoller (SPD).

Der neu gewählte Ortsbeirat Ockstadt (v.l.n.r.): Günther Weil (CDU), Günther Staudt (CDU), Reinhard Huth (SPD), Christel Bohl (CDU), Thomas Winter (CDU), Stadtverordnetenvorsteher Hendrick Holländer (CDU), Stefanie Kipp (CDU), Werner Schaupp (CDU). Es fehlen Sabine Schäfer (Grüne) und Helmut Knoller (SPD).

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