(sto) Vier der zuletzt bei der Kommunalwahl 2006 gewählten CDU Mitglieder stehen am kommenden Sonntag nicht mehr zur Wahl. Für ihr Engagement in den vergangenen Jahren wurden sie in der Sitzung der CDU Fraktion am vergangenen Dienstag geehrt. Der Fraktionsvorsitzende Dr. Olaf Osten und der Vorsitzende der Friedberger CDU Olaf Beisel würdigten eingehend die politische Arbeit der vier Ausscheidenden. Mit Barbara Kaimer aus der Kernstadt und Heidi Pfeifhofer aus Ockstadt verlassen zwei erfahrene Kommunalpolitikerinnen die CDU Fraktion.

Barbara Kaimer war seit April 1997 ununterbrochen Stadtverordnete. Zu letzt arbeitete sie u.a. sachkundig und zuverlässig im Haushalts- und Finanzausschuss mit. Heidi Pfeifhofer war Stadtverordnete von 1993-97 und gehörte zuletzt seit August 2007 wieder der Stadtverordnetenversammlung an. Außerdem war sie 35 Jahre engagiertes Mitglied im Ortsbeirat Ockstadt.

„Nur vorübergehend“ steht nach eigenem Bekunden Stephan Ewald aus Ockstadt in der kommenden Wahlperiode nicht für ein politisches Mandat zur Verfügung. Der 41-jährige Stuckateurmeister erklärte, dass er in den letzten Monaten aus familiären aber vor allem aus beruflichen Gründen nicht mehr genügend Zeit für die politische Arbeit habe aufbringen können. Er brauche daher eine „kurze Auszeit“, werde aber schon bald wieder aktiv in das politische Geschehen eingreifen.

Stephan Ewald war seit April 2006 Stadtverordneter, Mitglied im Bauausschuss und Ortsbeiratsmitglied in Ockstadt.

Als das „Ende einer Ära“ bezeichnete Osten das Ausscheiden von Fritz Scholl, der seit 1989 ununterbrochen für die CDU im Friedberger Magistrat tätig gewesen ist. Fritz Scholl zog erstmals 1968 also vor 43 Jahren in die Friedberger Stadtverordnetenversammlung ein. Dieses Mandat hatte er bis 1989 inne. Er war Stadtrat von 1989 bis zum heutigen Tag. Zusätzlich war Fritz Scholl Vorsitzender vieler Gremien und Verbandsversammlungen, insbesondere des Zweckverbandes „Schwimmbad Bad Nauheim-Friedberg“. Der Ehrenbrief des Landes Hessen wurde ihm am 11.9.1985 überreicht. Außer als Kommunalpolitiker war Fritz Scholl vielen Bürgern als aktives Mitglied in so manchem Friedberger Verein wie etwa bei den Friedberger Wasserballern oder der Schwarzen Sieben bekannt.

In seiner Ansprache dankte Fritz Scholl der CDU Fraktion für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren. Er erklärte, dass es nicht einfach gewesen sei, sich von der aktiven politischen Arbeit zu trennen. Die Arbeit habe ihm stets Spaß gemacht. Altersbedingt wolle er sich nun aber aus dem politischen Tagesgeschäft zurückziehen. Scholl beteuerte gleichwohl, dass er der CDU Friedberg auch weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung stehen werde.

Osten und Beisel überreichten den Geehrten Blumen, Wein und als Ersatz für die fehlenden Fraktionsabende ein Buch von Roland Koch als Zeichen des Danks und der Anerkennung.

v.l.n.r.: Fritz Scholl, Dr. Olaf Osten, Heidi Pfeifhofer, Stephan Ewald, Barbara Kaimer, Olaf Beisel

v.l.n.r.: Fritz Scholl, Dr. Olaf Osten, Heidi Pfeifhofer, Stephan Ewald, Barbara Kaimer, Olaf Beisel

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