(sto) Mit der Eröffnung des neuen Jugendhauses am Burgfeld wurde ein weiteres Projekt der schwarz-gelb-grünen Koalition im Friedberger Stadtparlament zu einem glanzvollen Abschluss gebracht. Ein Vierteljahrhundert nach der Schließung des alten JUZ in der Bismarkstraße gibt es in der Kreisstadt wieder eine eigene Einrichtung für die Jugend. „Das Jugendhaus soll ein Ort werden, wo junge Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und unterschiedlicher Herkunft aufeinandertreffen und Gemeinschaft finden“, erklärte der Erste Stadtrat Peter Ziebarth (CDU) in seiner Eröffnungsrede vor mehreren Hundert Gästen, die sich am vergangenen Freitag in der neuen städtischen Einrichtung am Fuße des Burgbergs eingefunden haben.

Und dass es beste Voraussetzungen für diesen Zweck mitbringen würde, darüber waren sich alle einig, die die Eröffnungsveranstaltung nutzten, um sich ein Bild von dem neuen Jugendhaus zu machen. Einem großen Veranstaltungssaal mit Bühne, der auch für sportliche Aktivitäten genutzt werden kann, einem lichtdurchfluteten Café-Bereich, mehreren Proberäumen für Musikbands, Gruppenräumen sowie Räumen für die städtische Jugendpflege, die für den Betrieb des Jugendhauses verantwortlich ist, bietet das eindrucksvolle Gebäude Platz.

„Wir haben aus den Erfahrungen in der Vergangenheit gelernt. Aus diesem Grund kam ein selbstverwaltetes Jugendzentrum nicht in Betracht“, stellt der Vorsitzende des CDU Stadtverbandes Olaf Beisel klar. Die städtische Jugendpflege sei personell so stark aufgestellt, dass sich der Betrieb des Hauses – ggf. nach einer Anlaufphase von einigen Monaten – als ebenso erfolgreich herausstellen werde. Auch dezentrale Angebote werden sich nach Auffassung der CDU in ein einheitliches Jugendpflegekonzept einbinden lassen. Eines sei allerdings klar: Ein Vertrösten der kreisstädtischen Jugend gehört der Vergangenheit an. In diesen Zusammenhang fügt sich das Ableben des heruntergekommenen, vom Bürgermeister favorisierten Jugendbusses harmonisch ein. Der Jugendbus ist auf der selben Strecke geblieben, wie die gesamte Jugendpolitik der SPD.

„Junity“ ist der Name des neuen Jugendhauses. Peter Ziebarth, der als Erster Stadtrat der Stadt auch ihr Jugenddezernent ist, enthüllte gemeinsam mit der Namensgeberin Helen Tesfalem das Schild, welches künftig über dem Eingang des Hauses prangen wird. Der Name ist ein Neologismus aus „Jugend“ und „Unity“, englisch für „Einheit“. „Damit steht der Name auch für den Erfolg der Friedberger Koalition, die auch im fünften Jahr nach ihrer Gründung als Einheit der Bürger im Stadtparlament den Vertretern rückwärtsgewandter Politik gegenübersteht“, erklärt Dr. Olaf Osten, Fraktionsvorsitzender der CDU, der allerdings auch darauf hinweist, dass derartige Großprojekte wegen der Finanzkrise in den kommenden Jahren schwieriger zu realisieren seien: „Für dieses wichtige Projekt konnten wir die erforderlichen Mittel bereitstellen. Es war ein günstiges Zeitfenster.“

Leicht ironisch kommentierte der Friedberger Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender (CDU) den langen Zeitraum seit Schließung des Jugendzentrums in der Bismarkstraße: „Der Bau der B 3 hat schließlich 50 Jahre gedauert.“

Erfreut zeigt sich auch die Junge Union über die Eröffnung des Jugendhauses. „Es wurde höchste Zeit, dass in Friedberg auch einmal etwas für die Jugend getan wurde“, äußerte sich Jasmin Hagemann, die sowohl dem Friedberger JU- als auch CDU-Vorstand angehört. Die Junge Union nehme das neue Angebot der Jugendpflege an und werde sich in den Betrieb des Jugendhauses einbringen.

Den musikalischen Rahmen der Eröffnungsveranstaltung gaben Prélude, die mit gekonnten ACDC Covers den Saal rockten, sowie das Trio Nadine Dannehl & friends mit gefühlvollem Folk. Durch den Abend führten Mario Nahke und Pia Wagner, der bei alkoholfreien Getränken und Canapées einen stimmungsvollen Ausklang fand.

« Junge Union macht mit bei "Saubere Sache - Wir für unsere Stadt" Gelungenes Herbstfest der CDU Ossenheim - MdL Tobias Utter zu Gast »