(sto) Über 50 Mitglieder der Friedberger CDU haben sich am Donnerstag der vergangenen Woche im „Goldenen Faß“ eingefunden, um die Kandidatenliste für die im März kommenden Jahres neu zu wählende Stadtverordnetenversammlung zu verabschieden. Der Stadtverbandsvorsitzende Olaf Beisel konnte als Gast seinen Karbener Kollegen Mario Beck begrüßen, der als Sitzungsleiter souverän durch die Versammlung führte.

Dr. Olaf Osten blickte in seinem Bericht als Fraktionsvorsitzender auf die erfolgreiche Arbeit der CDU im Stadtparlament zurück. Er stellte heraus, dass es der CDU mit dem Bau der Sporthalle in Ockstadt gelungen sei, ein wesentliches Wahlversprechen der zurückliegenden Wahlperiode zu erfüllen. Auch ansonsten habe die CDU gemeinsam mit den Koalitionspartnern aus FDP und den Grünen die Politik in Friedberg maßgeblich geprägt. So sei auch das weitere große Koalitionsprojekt, der Bau eines Jugend- und Vereinshauses am Burgfeld, zu einem Erfolg geführt worden. Osten verwies auf die großen Aufgaben, die in der kommenden Wahlperiode anstünden. Neben der Neugestaltung der Kaiserstraße und der Sicherstellung einer ausreichenden Anzahl von Parkplätzen in der Innenstadt sei dies vor allem die Entwicklung des ehemaligen Kasernengeländes im Süden der Stadt. Ferner müsse die Stadt für ausreichend Kindergarten- und Krippenplätze sorgen. Dies sei ein wichtiger Standortfaktor bei der Ansiedlung junger Familien in Friedberg. Bei alledem dürfe man aber nicht die angespannte Finanzlage außer Acht lassen. Das Steueraufkommen in der Stadt sei – vor allem bei der Gewerbesteuer – spürbar eingebrochen. Eine Besserung sei nach den Steuerprognosen frühestens in 2012 zu erwarten. „In dieser Situation gilt es, die Stadt mit Augenmaß weiter zu entwickeln, ohne den Bürgern weitere Belastungen aufzubürden.“, so Osten zu den Mitgliedern.

Osten bedankte sich bei jenen Mitgliedern, die in der kommenden Wahlperiode für kein Amt mehr zur Verfügung stehen. Mit dem ehrenamtlichen Stadtrat Fritz Scholl wird ein Urgestein der Friedberger CDU in keinem Gremium der Stadt mehr tätig werden. Auch Barbara Kaimer aus der Kernstadt (altersbedingt) und Stephan Ewald aus Ockstadt (berufsbedingt) werden der CDU leider nicht mehr zur Verfügung stehen.

Der Vorsitzende Olaf Beisel stellte sodann den vom Wahlvorbereitungsausschuss erarbeiteten Listenvorschlag vor, der den Mitgliedern zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt wurde. „Uns ist es gelungen, mit dieser Liste eine ausgewogene Mischung aus Jung und Alt, erfahrenen Kommunalpolitikern und parlamentarischen Neulingen sowie Männern und Frauen vorzulegen.“, erklärte Beisel bei der Vorstellung der einzelnen Kandidaten. Besonders erfreulich sei es, dass man mit Jasmin Hagemann und Rebecca Riesener zwei junge Frauen für die Mitarbeit in der künftigen CDU Fraktion habe gewinnen können. Der Listenvorschlag wurde von den Mitgliedern ohne nennenswerte Gegenstimmen oder Enthaltungen gebilligt. Die vollständige, 48 Kandidaten umfassende Liste kann hier auf unserer Homepage eingesehen werden. Sie wird von Olaf Beisel angeführt. Dieser erklärte: „Anders als die politische Konkurrenz haben wir darauf verzichtet, hauptamtliche Funktionsträger, die ein parlamentarisches Mandat ohnehin nicht annehmen würden, auf die Liste zu setzen. So etwas wäre politisch nicht ehrlich.“

Die Eheleute Ilse Ludwig Steinborn und Volker Steinborn aus Bauernheim wurden im Rahmen der der Mitgliederversammlung für ihre seit 25 Jahren bestehende Mitgliedschaft in der CDU geehrt. Sie erhielten jeweils eine Urkunde und ein kulinarisches Präsent.

In seinem Schlusswort rief Beisel alle Mitglieder auf, sich aktiv an dem anstehenden Wahlkampf zu beteiligen. Nur mit einer starken CDU im Stadtparlament werde sich Friedberg auch in Zukunft erfolgreich weiterentwickeln.

Die Eheleute Ilse und Volker Steinborn mit Vorsitzendem Olaf Beisel (rechts).

Die Eheleute Ilse und Volker Steinborn mit Vorsitzendem Olaf Beisel (rechts).

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