(hol) „Wenn Sie in ihrem Audi oder Golf den Schalter für die elektrische Parkbremse oder den Schalter für die Front- und Heckfenster bedienen, dann haben Sie es mit einem Produkt unserer Firma zu tun!“ So begrüßte der Italiener Renato Lorenzi die Gäste von der Friedberger CDU, die im Rahmen ihrer Informationstour dem Unternehmen Bitron in der Bismarckstraße 11 einen Besuch abstatteten.

Bitron, noch nie gehört? Die von der Familie Bianco 1955 im italienischen Turin gegründete und dort noch heute beheimatete Firma ist ein weltweit führender Anbieter von mechatronischen Produkten für die Automobil-Innenausstattung (Pedale, Schalter, Sensoren, Schalttafeln, Displays). Bitron fertigt weiterhin Komponenten für die Geräteindustrie, insbesondere für Waschmaschinen, Geschirrspüler, Trockner, Kühl- und Gefriergeräte, Küchengeräte. Typische Komponenten sind: Magnetventile, Druckschalter, elektronische Programmzeitgeber, Thermostate, Temperatur- und Drucksensoren, Wasserenthärter, AQUASTOP Ventile, integrierte Reinigungsmittel und Klarspüler Spender. Abnehmer sind hier beispielsweise Miele, Bosch oder Electrolux.

Das mittelständische Familienunternehmen entwickelt und produziert in 13 Fabriken in Italien, Spanien, Polen, Türkei, China und Mexiko. Dazu kommen weitere 13 Marketings- und Verkaufsbüros mit Vertriebs-Ingenieuren in Europa, Asien, Nord- und Südamerika. Das für Deutschland und vor allem für die Automobilbranche zuständig Büro ist seit 1994 in Friedberg beheimatet. Insgesamt sieben Mitarbeiter kümmern sich von Friedberg aus darum, dass die zum Beispiel zusammen mit Audi und VW, Peugeot und Citroen, Ferrari oder Lamborghini entwickelten Komponenten rechtzeitig den jeweiligen Systemlieferanten zum Einbau zur Verfügung stehen.

Susanne Rothmund stellte zusammen mit Renato Lorenzi den Gästen von der Friedberger CDU einige typische Bauteile vor. „Wow, endlich mal ein Stück Ferrari!“ scherzte Rebecca Riesener, als sie das elektrische Gaspedal von Ferrari in der Hand hält. Die Besonderheit: es handelt sich um ein "drive by wire"-Systemen, das bedeutet, das Pedal steuert nicht direkt die Drossel sondern informiert die Einspritzsteuereinheit.

„Und wenn jetzt das Telefon klingelt, dann könnte das unser Werk in Mexico sein, wo Bauteile für den neuen Audi Q 5 gefertigt werden, der dort gebaut wird,“ erläutert Susanne Rothmund, „denn dort ist es jetzt 9 Uhr, während es hier in Friedberg 16 Uhr ist.“ Doch bevor technische Probleme auf Spanisch gelöst werden müssen, bedankt sich Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender bei Renato Lorenzi für Einblicke in eine bisher unbekannte Welt von Bitron. Übrigens kann man Renato Lorenzi zu Bitron auch im Friedberger Brauhaus befragen, denn sein Sohn Sandro ist dort der neue Pächter und Vater Renato hilft dort ab und zu.

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