(sto) Der größte CDU-Ortsverband im Friedberger Stadtverband hat einen neuen Vorsitzenden. Der beim Bundesamt für Migration beschäftigte Diplom-Verwaltungswirt Volker Muras tritt die Nachfolge an von Bernd Fleck an, der den Ortsverband die letzten zwei Jahre geführt hatte. Fleck, der ebenso wie Bernd Wagner als stellvertretender Vorsitzender gewählt wurde, vertritt die CDU auch als Sprecher im Ortsbeirat.

In dieser Doppelfunktion gab er bei der Mitgliedersammlung im Friedberger „Hüttchen“ auch einen Rückblick über die zwei vergangenen Jahre ab. Als Kernstadt-CDU habe man den Fokus darauf gerichtet, die Bürger dort aufzusuchen, wo sie sind. Bisher wurden zwei Begehungen in Fauerbach und dem Barbaraviertel unternommen, weitere werden folgen.

Weiterhin wählten die Mitglieder Torsten Becker zum Schriftführer. Als Beisitzer wurden drei bisherige Vorstandsmitglieder wiedergewählt: Rebecca Riesener, Torsten Bietz und Patrick Stoll. Neu in den Vorstand gewählt wurden Marvin Markesina und Klaus-Peter-Junker.

Die Sitzung leitete der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dr. Hermann Hoffmann, der auch einen Überblick über die allgemein-politische Lage abgab. Der Bürger müsse sich darauf einstellen, dass das Leben in Friedberg teurer werde, da die bisherige rot-grüne Koalition zuletzt die Grundsteuer B deutlich erhöht habe. Mittlerweile habe man aber durch den Kurswechsel der Grünen die Hoffnung, dass Einsparungen erzielt werden können.

Eine besondere Herausforderung stelle das Thema Flüchtlinge dar, das einerseits niemand kalt lassen könne, andererseits aber nicht zu einer Überlastung der Städte und Gemeinden werden dürfe.

Das Kreisausschussmitglied Rosa Maria Bey meldete sich zu Wort und sagte, unsozial sei es auch, wenn man alle Flüchtlinge willkommen heiße und dabei nicht darauf hinweise, dass Flüchtlinge aus zahlreichen Ländern hier keine Möglichkeit der Anerkennung hätten. Bei der immer weiter steigenden Zahl von Flüchtlingen sei es besonders wichtig, dass abgelehnte Asylantragsteller zügig zurückgeführt werden, um den wirklich Verfolgten Platz und Hilfe bieten zu können.

Allgemein solle man auch nach Ansicht des bisherigen Vorstandsmitgliedes Okan Cümbüs nicht nur mögliche Risiken beim Thema Flüchtlinge sehen, sondern auch die Chancen. Die Gefahren im Auge zu behalten, die Chancen dennoch nutzen, das müsse die Devise sein. Bislang sei immer die Rede von dem demographischen Problem gewesen, dass zu wenige junge Menschen für zu viele Rentner aufkommen müssten. Diesem Problem könne durch den Zuzug junger Menschen begegnet werden, wenn diese gut integriert würden, die deutsche Sprache beherrschten und dadurch einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz finden.

Volker Muras schloss die Veranstaltung mit motivierenden Worten für den bevorstehenden Kommunalwahlkampf im Februar und März. Der Wahlkampf im Winter bedeute Frieren beim Plakatieren und auf dem Infostand. Jede helfende Hand sei willkommen!

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