(sto) In seiner jüngsten Vorstandssitzung hat sich der Friedberger CDU-Stadtverband einstimmig gegen den sog. Quer-Denken-Kongress ausgesprochen, der am 31.10. und 1.11. in der Friedberger Stadthalle stattfinden soll. "Wir lehnen diese Versammlung von geschäftstüchtigen Esoterikern und rechtsextremen Verschwörungstheoretikern ab", erklärt der Vorsitzende des Friedberger CDU-Stadtverbandes Dr. Hermann Hoffmann. Menschen, die wie der Gastgeber des Kongresses Prof. Dr. Michael Vogt  die staatliche Ordnung in Frage stellten, seien in Friedberg nicht willkommen. Vogt, der 2007 wegen Kontakten in die rechtsradikale Szene als Professor von der Uni Leipzig abberufen wurde, fordert in Publikationen die 'Abschaffung des Parteienstaats' und eine 'Herstellung wirklicher Volksherrschaft'. Für derlei Thesen dürfe die Meinungsfreiheit genauso wenig in Anspruch genommen werden wie für abstruse Theorien um esoterische Themen wie etwa „feinstoffliche Materie“ und 'freie Energie', mit denen geschickte Geschäftemacher leichtgläubigen Menschen das Geld aus den Taschen zögen. Die CDU Friedberg verwahre sich gegen extremistische Positionen von links wie von rechts. "Wir begrüßen es deshalb ausdrücklich, dass sich ein breites Bündnis zusammen gefunden hat, das im Oktober mit einer Reihe von Veranstaltungen über die verschiedenen Irrwege der sogenannten Querdenker aufklären wird", so Hoffmann.

Der Beschluss des Friedberger CDU-Vorstandes lehne sich im Wortlaut eng an die Resolution des Wetterauer Kreistags an, der - bis auf die NPD - alle im Kreistag vertretenen Fraktionen zugestimmt hätten: "Die Friedberger CDU distanziert sich klar und unmissverständlich von jeglicher Form von Fremdenfeindlichkeit und menschenverachtendem Gedankengut. Extremistische Positionen und Veranstaltungen, wie der Ende Oktober geplante 'Quer-Denken-Kongress' in der Stadthalle Friedberg, haben in Friedberg und in der Wetterau keinen Platz."

Die CDU Friedberg zollt allen Bürgerinnen, Bürgern und Institutionen Respekt und Hochachtung, die sich für unsere freiheitliche, demokratische Grundordnung engagieren und klar Stellung gegen Rassismus und Intoleranz beziehen.

Sie unterstützt sämtliche Aktivitäten, die für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft eintreten und die Mitmenschlichkeit betonen. Dazu gehört auch das Bündnis 'Gegen geistige Brandstiftung - Aktionstage in Friedberg'.

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