(hol) Auch bei einem alteingesessenen Friedberger Fleischer, der Metzgerei Herold in Fauerbach, war die CDU Friedberg im Rahmen ihrer diesjährigen Unternehmensbesichtigungen zu Besuch. Der Betrieb wurde bereits im Jahr 1900 gegründet und wird mittlerweile in der vierten Generation geführt. Zusammen mit 13 Mitarbeitern trägt Fleischermeister Frank Herold dazu bei, dass seine Kunden mit Fleisch vom Schlachtvieh heimischer Bauern versorgt werden.  Schlachtungen finden in der Woche  laufend statt, nur Großvieh wird am Wochenende geschlachtet. "Wir wissen genau", so Herold, "woher unser Fleisch kommt und unterstützen damit die Bauern der Umgebung. Dies alles ist natürlich nicht zu niedrigsten Preisen machbar. Wir verbürgen uns dafür aber für eine 1a Qualität unserer Waren." Nach der Schlachtung im eigenen Haus erfolgt ein Qualitätscheck durch einen amtlich bestellten Klassifizierer, der die Einstufung des Fleisches in die gesetzlichen Handelsklassen vornimmt. „Außerdem haben wir an der von einem Veterinär durchgeführten risikoorientierten  Fleischbeschau an Organen sowie einer Rückstandsuntersuchung festgehalten.“ betont Frank Herold seinen hohen Qualitätsanspruch. Denn die EU verlange nur noch eine rein visuelle Fleischbeschau ohne Anfassen.

Weiteren Qualitätskontrollen unterliegt das Fleisch bei der Weiterverarbeitung zu den verkaufsfertigen Fleisch- und Wurstwaren. So muss etwa die vorgeschriebene Temperatur des Kühlhauses dreimal am Tag dokumentiert werden. Neben dem Schweinefleisch hängt hier das Rindfleisch zwei  Wochen ab. Die schmackhaften Steaks für die Pfanne oder den Grill müssen noch länger in frostiger Umgebung verharren. Nach der Verarbeitung geht es in den Verkauf. Die Ware wird entweder direkt an heimische Unternehmen ausgeliefert oder im angrenzenden Ladengeschäft verkauft. Für ihre Spezialitäten ist die Metzgerei über die Stadtgrenzen hinaus bekannt..

Seit dem Jahr 2000 möchte Frank Herold in seinen Betrieb investieren. Doch die geplante Ortsumgehung von Fauerbach habe ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Planungen sahen den Abriss des Stammhauses an der Ecke der Fauerbacher Straße, des Schlachthauses und von Teilen des Kühlhauses vor. „Ich hing bis zur Einstellung der Planung im Frühjahr 2015 völlig in der Luft. Und dass die Umgehungsstraße nicht gebaut wird, erfuhr ich aus der Zeitung und nicht aus dem Rathaus!“ zeigt sich Herold sehr verbittert.

"Angesprochen auf die Stadtpolitik", so der CDU Stadtverbandsvorsitzende Dr. Hermann Hoffmann, "richtet auch die Metzgerei Herold ähnliche  Wünsche an die Politik wie viele andere Betriebe. Ganz oben steht der Wunsch nach Kontinuität und Berechenbarkeit der Politik. So war die Abstimmung zwischen der Stadt und den Anwohnern der Fauerbacher Straße anlässlich der vor einiger Zeit erfolgten Straßensanierung völlig ungenügend. Sie hat allen Betroffenen erhebliche Geduld und Unbequemlichkeiten abgefordert und den  gewerbetreibenden Anliegern durch eine 15 Monate andauernde Baumaßnahme unnötige Umsatzeinbrüche beschert. Dies brachte Betriebe bis an die Belastungsgrenze."

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