Das Geschäft mit dem Druck ist für Andreas Kugland, Inhaber der Wetterauer Druckerei in Friedberg, eine besondere Art von Leidenschaft. Das spürten die Besucher der Friedberger CDU, darunter Bürgermeisterkandidat Dirk Antkowiak, Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Fraktionsvorsitzender Olaf Beisel, und als Gast Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler von Anbeginn der Führung durch die Räume der Druckerei in Fauerbach.

Andreas Kugland weiß, wovon er spricht, ist er doch Fachmann von der Pike auf - Offsetdrucker mit Meisterbrief (1985) - und von Jugend an immer im Einflussbereich des Familienunternehmens herangewachsen. Seit 1998 setzt er erfolgreich fort, was Großvater Karl Velten 1934 gründete und Vater Klaus Kugland von 1973 bis 1998 führte.

13 Mitarbeiter und ein Auszubildender arbeiten in der Druckerei. Von Prospekten, Werbeflyern, Mailings über Bücher und Visitenkarten – die Aufträge sind vielfältig. Auch die Endverarbeitung, wie Schneiden, Falzen, Stanzen, Heften und Bündeln – der Kreativität der Auftraggeber sind fast keine Grenzen gesetzt. „Wir drucken auf FSC-zertifiziertem Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Das Label wird streng kontrolliert und schließt die gesamte Verarbeitungskette, also auch unsere Druckerei mit ein“, erklärt Andreas Kugland. Geschäftsführerin Ulrike Welther ergänzt: „Als eines der ersten Unternehmen haben wir durch die Umstellung auf ein lasergestütztes Belichtungsverfahren für die Druckplatten den Wasserverbrauch des Unternehmens auf einen Schlag um 90 Prozent senken können. Wer heute eine Drucksache bestellt, erhält diese komplett CO2-neutral. Selbst für die Auslieferung oder die Abholung durch Kunden zahlt die Druckerei automatisch einen Ausgleichsbetrag.“ Ökologie bei der Herstellung von Druckerzeugnissen wird in Friedberg-Fauerbach groß geschrieben.

Beeindruckt zeigten sich die CDU-Vertreter von der Tatsache, dass die Wetterauer Druckerei bereits zum neunten Mal in Folge ihre komplette Jahresproduktion klimaneutral hergestellt hat. Für das Jahr 2016 wurden 428 Tonnen CO2 kompensiert, die beim Druckprozess, aber auch für das eingesetzte Papier, die Plattenerstellung, Farbe und auch den Transport anfallen.
Auf die Frage von Dirk Antkowiak, ob Internet-Druckereien eine Konkurrenz für die Wetterau-Druckerei seien, erwiderte Andreas Kugland: „Wir sehen uns als ein regionales Unternehmen, das auch ganz spezielle Wünsche erfüllt. Ein einzelnes Buchexemplar oder Sonderkonfektionierung, einiges gibt es eben nur vor Ort und nicht im Internet. Dazu kommt der persönliche Kontakt zu den Auftraggebern. Manche möchten nicht anonym etwas bestellen und schätzen es sehr, dass wir uns bei jedem Produktionsschritt über die Schulter schauen lassen.“ Das zeigt sich auch an langjährigen Auftraggebern wie dem Büromöbelhersteller König + Neurath AG aus Karben (seit 1948) oder der Lotterie-Treuhandgesellschaft Hessen mbH (seit 1949). Die CDU-Besucher jedenfalls waren vom Besuch in der High-Tech-Druckerei tief beeindruckt. Dirk Antkowiak fasste die gesammelten Eindrücke zusammen: “Die Wetterauer Druckerei ist ein Gewinn für Friedberg und kann optimistisch in die Zukunft sehen.“

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