Bereits zum vierten Mal veranstaltete die CDU Ossenheim einen Neujahrsempfang am Neujahrstag und damit wohl einen der ersten Empfänge im Wetteraukreis. Im gut besuchten Pavillon des Bürgerhauses konnte Ortsverbandsvorsitzender Frank Litzinger wieder zahlreiche Gäste sowie als Gastredner den Ersten Kreisbeigeordneten und Landratskandidaten Jan Weckler und den Landtagsabgeordneten Tobias Utter begrüßen. Auch namhafte Persönlichkeiten aus der Orts- und Stadtpolitik, neben Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender und designiertem Bürgermeister Dirk Antkowiak waren auch Stadtverbandsvorsitzender Bernd Wagner und Fraktionsvorsitzender Olaf Beisel vor Ort, ließen es sich nicht nehmen, auf das gerade begonnene Jahr 2018 anzustoßen.

In einem kurzen Rückblick ging Litzinger noch einmal auf das ereignisreiche und weltweit von Konflikten geprägte Jahr 2017 ein, in dem das Thema Flüchtlinge und Migration weiterhin präsent ist. Im Gegensatz zu einer Welt, die sich nach wie vor in einem permanenten Krisenmodus befindet, gilt Deutschland als stabiler Anker und als Land, das sich in einer wirtschaftlich herausragenden Position befindet. Für die CDU Friedberg, so Litzinger weiter, war 2017 ein erfolgreiches Wahljahr, gelang es doch mit Dirk Antkowiak die Bürgermeisterwahl zu gewinnen und Oswin Veith beim erneuten Gewinn des Direktmandats für den Deutschen Bundestag erfolgreich zu unterstützen. In Erwartung eines spannenden und herausfordernden Jahres wurde anschließend mit guten Wünschen und der Hoffnung auf eine friedvolleres Jahr gemeinsam auf 2018 angestoßen.

Für Gastredner Jan Weckler war der Besuch in Ossenheim eine Premiere und zu Beginn seiner Rede hob er zuerst die positive Aktivität des Ortsverbandes hervor. Optimistisch schilderte er, wie er sich zunächst auf eine sechsjährige Tätigkeit als Erster Kreisbeigeordneter eingestellt hatte, nun aber nach dem Wechsel des scheidenden Landrats Joachim Arnold zur OVAG-Gruppe bereit sei, zur Wahl eines neuen Landrats anzutreten. Aus seiner Sicht ist im Ballungsraum Frankfurt mit einem großen Zuwachs neuer Bürger zu rechnen und dies mache eine vorausschauende Anpassung der Infrastruktur gerade in den Bereichen Nahverkehr, Straßen, Schulen, Kitas sowie Wohnsiedlungen erforderlich. Wie positiv sich der Ausbau der Infrastruktur auswirke, so Weckler weiter, zeige sich beispielhaft bei der im vergangenen Jahr eröffneten Ortsumgehung von Wöllstadt. In Zeiten einer boomenden Wirtschaft mache sich jedoch ein spürbarer Fachkräftemangel bemerkbar, der nicht nur die Privatwirtschaft sondern auch den öffentlichen Dienst betrifft. Hier müssen die fehlenden Fachkräfte entsprechend ausgebildet und eingestellt werden, um die bestehenden Aufgaben bewältigen zu können.

Auch Landtagsabgeordneter Tobias Utter ging in seiner Rede zunächst auf die Bedeutung der kommenden Landratswahl ein. Mit Jan Weckler schickt die CDU seiner Überzeugung nach einen aussichtsreichen Kandidaten ins Rennen, mit dem er sich im Falle eines Wahlerfolgs eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem Wetteraukreis und der Kreisstadt Friedberg verspricht. Anschließend berichtete er aus dem Hessischen Landtag und lobte die auf der Grundlage vernünftiger Gespräche bestehende gute Zusammenarbeit mit den Grünen. Was die Hessische Verfassung angeht, gibt es ebenfalls Anpassungen an die heutige Zeit, so z.B. im Bereich der Rechte für Kinder und der Ausübung von Ehrenämtern, die für Utter ohnehin die Grundlage einer gut funktionierenden Demokratie bilden. Mit den Bemerkungen „Jan Weckler sorgt für ausreichende Schulen und ich kümmere mich um Lehrereinstellungen“ sowie „Bürgermeister Dirk Antkowiak ist schon vereidigt - jetzt braucht er nichts mehr zu tun“ sorgte er für allgemeine Heiterkeit und beendete seine Rede humorvoll mit Lebensweisheiten aus einem Kalenderblatt.

In einem weiteren Grußwort ließ Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender chronologisch das vergangene Jahr Revue passieren und erinnerte dabei unter anderem an die 1200-Jahrfeier in Ockstadt, die Verabschiedung eines positiven Haushalts sowie die feierliche Vereidigung und Einführung von Dirk Antkowiak in das Amt des Bürgermeisters. Seine Ausführungen beendete er mit dem Zitat „Man soll die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Aber man sollte auch dafür sorgen, dass die Dinge so kommen, wie man sie nehmen möchte.“ des berühmten Schauspielers Curt Goetz. Den Reigen der Grußworte beendete Stadtverbandsvorsitzender Bernd Wagner, der sich bei den Ossenheimer Parteikollegen für die gute Unterstützung bei allen Aktivitäten bedankte und für eine rege Beteiligung an der Landratswahl im kommenden März warb. Zum Abschluss einer wieder gelungenen Veranstaltung bedankte sich Litzinger bei seinem Team für die Unterstützung sowie mit einem Präsent bei den Pächtern Ann und David Cheng für die gute Bewirtung und verwies auf den am 23. Januar 2018 gemeinsam mit der CDU Wetterau stattfindenden Neujahrsempfang der CDU Friedberg mit Ministerpräsident Volker Bouffier.

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