Das hatten die Besucher aus Fraktion und Vorstand der Friedberger CDU nicht erwartet, dass Thomas Kreißl sie in einem der ältesten Häuser Friedbergs begrüßt. Denn das Stammhaus der Orthopädie-Schuhtechnik Kreißl in der Engelsgasse 31 stammt aus dem Jahr 1334. Doch im Innern des historischen Gebäudes wurden sie dann mit Hightech überrascht wie einer elektronischen Innenschuhmessung, elektronischem Fußscan mit HD-Fußkamera sowie Pedographiedruckmessplatten. Hightech neben altbewährtem Schuhmacherhandwerk auch in dem Werkstattgebäude in der Färbergasse 4. Hier führte Thomas Kreißl den Besuchern von der Friedberger CDU eine computergesteuerte Fräsmaschine vor, welche mit höchster Präzision selbst 1 mm-dünne Einlagen herausfräsen kann. Per Funk kommen hier auch die Daten für Einlagen aus den Filialen in Bad Nauheim, Oberursel und Offenbach an, werden gefräst und ausgeliefert. Reine Handarbeit ist dagegen die Anfertigung von orthopädischen Maßschuhen, die immer über einen individuellen Leisten angefertigt werden. Dabei wird zu 90 Prozent Leder verarbeitet. Da diese Leisten für jeden Patienten mindestens sechs Jahre aufbewahrt werden müssen, ist eine umfangreiche Lagerhaltung notwendig. Eine Besonderheit ist die Herstellung von orthopädischen Arbeitsschuhen. Da Sicherheitsschuhe nicht ohne weiteres durch Einlagen verändert werden dürfen, besteht zwischen der Firma Kreißl und zahlreichen Herstellern eine zertifizierte Partnerschaft. Somit darf ein orthopädischer Arbeitsschuh in der Friedberger Werkstatt gefertigt werden, ohne dass der Baumusterschutz des Originalschuhes erlischt.

 „Wir würden gerne allen benötigten Strom für unsere Maschinen selbst durch Photovoltaikanlagen auf unseren Dächern in der Färbergasse erzeugen, doch das lässt der Denkmalschutz des Wetteraukreises nicht zu!“ klagte Thomas Kreißl den Friedberger CDU-Vertretern sein Leid. Lob erhielt er dagegen von Stadtrat Dirk Antkowiak dafür, dass in jedem Ausbildungsjahr ein Auszubildender eingestellt wird. Insgesamt beschäftigen Thomas Kreißl und sein Bruder Gregor in ihrem Unternehmen 30 Mitarbeiter und gehören damit zu den größten Orthopädietechnik-Betrieben in Deutschland.

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