Um zu erfahren „wo genau der Schuh drückt“ besichtigte die Junge Union Friedberg im Rahmen ihrer Sommertour den kleinsten Friedberger Stadtteil Bauernheim. Empfangen wurden die Nachwuchspolitiker von den Eheleuten Ilse Ludwig-Steinborn, Ortsbeirats-Mitglied und Volker Steinborn, beide Vorstandsmitglieder der Bauernheimer CDU.

Bewegendes Thema in Bauernheim sei noch immer das zu kleine und unzeitgemäße Feuerwehrgerätehaus, berichten Steinborns. „Der Putz bröckelt, es gibt nur eine Umkleide, die sowohl von Männern, als auch Frauen genutzt werden muss und insgesamt ist alles unheimlich beengt – unzufriedenstellende Verhältnisse für diejenigen, die für die innere Sicherheit Friedbergs zuständig sind und damit zu unser aller Schutz beitragen“, bestätigt die JU. Das Feuerwehrgerätehaus werde den vielen engagierten ehrenamtlichen Feuerwehrmänner und -frauen nicht gerecht. Gerade für die starke Jugendfeuerwehr Bauernheims sei dies sehr unglücklich. Wie für die Zukunft der Feuerwehr gesorgt werden solle, wenn nicht mal jeder, der will, in den Raum passe, fragten sich Ilse und Volker Steinborn. Immerhin sei der moderne, nun übergebene Mannschaftstransportwagen, in dem neun Personen Platz finden, ein erster Schritt um Motivation und Leistungsfähigkeit der Bauernheimer Feuerwehr zu erhalten und zu fördern, so die JU-Vorstandsmitglieder Ute Wellenberg und Rebecca Riesener.

Der 1972 eingemeindete Stadtteil verfüge über keinerlei Einkaufsmöglichkeit und auch die einst gut besuchten Gaststätten und das Bürgerhaus stünden leer. Wenn der kleine, aber liebenswerte Ort keine Chance bekäme sich zu vergrößern, so ist sich die JU sicher, werde er auf lange Sicht aussterben. Es bleibe daher zu hoffen, dass der Baubeginn des Neubaugebiets „östlicher Ortsrand“ Richtung Ossenheim nun endlich in greifbare Nähe rücke, bevor noch mehr mögliche Bauherrn abwandern und damit der Bauernheimer Nachwuchs ausbleibe. Man müsse alles dafür tun den kleinsten Friedberger Stadtteil noch lebens- und liebenswerter zu machen.

Langeweile sei für Bauernheim aber trotz der infrastrukturellen Situation ein Fremdwort, fasste Riesener zusammen, die Ortsanässigen wüssten sich nämlich selbst zu helfen und verbänden sich daher seit jeher in diversen Vereinen und Verbänden, wie unter anderem in dem weit über Ortsgrenzen hinaus erfolgreichen Tischtennisverein SG Bauernheim, im Senioren-, Faschings-, Sport-, Tanz- und Gesangsverein. Bauernheim könne darauf zu Recht stolz sein.

Zum Abschluss besichtigten die Besucher die bereits seit 1200 Jahren existierende Bauernheimer Kirche, „den Stolz des Ortes“, so Steinborns, die die JU als kleines, aber besonderes Schmuckstück bezeichnete.

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