Es war vor mehr als 30 Jahren, als Lothar Mörler zusammen mit einem Kollegen in Wickstadt als erster Obstbauer in der Wetterau Erdbeeren in großem Stil anpflanzte und den Kunden zum Selbstpflücken anbot. Inzwischen setzt sein Sohn Daniel zusammen mit Ehefrau Nicole diese Tradition fort.

„Auf 6,5 Hektar bieten wir meist vom 28. Mai bis 20. Juli sechs verschiedene Erdbeer-Sorten zum Selberpflücken an,“ erläuterte Daniel Mörler seinen Gästen, dem CDU-Bundestagsabgeordneten Oswin Veith und CDU-Bürgermeisterkandidat Dirk Antkowiak. Wichtig sei es, die Kunden beim Pflücken zu betreuen. „Bei uns gibt es immer fachkundige Ansprechpartner. Das honorieren die Besucher“, so Nicole Mörler.

Zusätzlich findet auch ein Direktverkauf am Feld statt. Dort werden neben Erdbeeren auch Kirschen, Sauerkirschen und Aprikosen, alles aus eigener Produktion, angeboten. Dafür beschäftigen die Mörlers während der Saison sieben bis acht Erntehelfer aus Rumänien. Natürlich wollten Veith und Antkowiak wissen, wie sich der diesjährige Witterungsverlauf auf die Ernte ausgewirkt habe. „Bei den Erdbeeren hatten wir 40 Prozent Verlust durch die Frostnächte während der Blütezeit im April“, erklärte Daniel Mörler. „Nach den milden Temperaturen im Februar und März waren wir eigentlich von einem frühen Erntebeginn ausgegangen – der April machte uns einen Strich durch die Rechnung.“ Auch die Süß- und Sauerkirschen litten unter den Aprilfrösten. So vernahmen die CDU-Politiker die Hiobsbotschaft, dass es in diesem Jahr keinen Sauerkirschsecco von Mörlers gibt.

Schließlich kam auch noch das Thema ‚Obstdiebstahl‘ zur Sprache. „Unsere Aprikosen wurden fast vollständig gestohlen“, erbosten sich Nicole und Daniel Mörler. Dennoch sehen Beide mit gesundem Optimismus in die Zukunft.

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