Mit den Worten „Es hat schon etwas gedauert von der Übergabe der Baugenehmigung im Dezember 2017 an uns bis zum Baubeginn am 23.03 2020,“ begrüßte Uwe Werkmann, Geschäftsführer der Werkmann GmbH & Co KG aus Dietzenbach, als Bauherr die Besucher von der Friedberger CDU auf der Baustelle für die Wohnanlage „City Quartier“ an der Haagstraße. Damit geht eine etwa 30 Jahre lange Projektentwicklungsgeschichte für das Grundstück zwischen der Friedberger Kaiserstraße und der Haagstraße zu Ende. Die 1865 gegründete Maschinenfabrik Reuss stand für den Anfang der Industrialisierung in Friedberg. In den vergangenen drei Jahrzehnten wurden dort ganz unterschiedliche Projektideen, wie etwa eine zentrale Tiefgarage oder ein großes Einkaufszentrum gemeinsam mit benachbarten Grundstücken, diskutiert, geplant und dann wieder verworfen. Die Erschließung der jetzt entstehenden Wohnanlage „City Quartier“ führt über die beiden ehemals zur Maschinenfabrik gehörenden Grundstücke an der Kaiserstraße und der Haagstraße. Das denkmalgeschützte Gebäude Kaiserstraße 144 ist verkauft, allerdings wurde ein „Gehrecht“ als Grunddienstbarkeit beim Verkauf im Grundbuch eingetragen. Dadurch wird durch die alte Hofeinfahrt ein Zugang zu Fuß ermöglicht. Die vom Friedberger Architekten Michael Frielinghaus geplante Wohnanlage besteht aus einer in der Mitte angeordneten Hausgruppe, die zwei begrünte Stadträume hinter Kaiserstraße und Haagstraße ausbildet. Durch die begrünten Stadträume werden die Wohnungen optimal belichtet. Der planerische Fokus liegt unter anderem auf der Ausbildung von zwei Quartiersplätzen, die öffentlich angebunden werden. Die Zufahrt und der Zugang auf das Grundstück sowie die Ein- und Ausfahrt zur Tiefgarage mit 48 Abstellplätzen erfolgen im Erdgeschoss eines neu gebauten Hauses in der Haagstraße 9.
Auf dem 3780 Quadratmeter großen Grundstück entstehen 55 Mietwohnungen. Es gibt 14 Vier-Zimmer-Wohnungen mit im Schnitt 112 Quadratmeter, 19 Drei-Zimmer-Wohnungen mit 80 Quadratmeter, 21 Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 65 Quadratmetern und eine Ein-Zimmer-Wohnung mit 46 Quadratmeter. Alle Wohnungen haben Balkon, Loggia oder Terrasse. Beim Baustellenrundgang erläuterte Prokurist Karsten Schminke den Friedberger CDU-Vertretern Bernd Wagner, Gerhard Bohl, Merle Ljungh, Sybille Wodarz-Frank, Norbert Simmer, Hendrik Hollender und Dirk Antkowiak die „inneren Werte“ des Gebäudes wie vier Aufzüge in den vier Treppenhäusern oder die Beheizung der Wohnungen mittels Fußbodenheizung über Gasbrennwerttherme und Blockheizkraftwerk. Das Investitionsvolumen beträgt 14,2 Millionen Euro. Mit der Fertigstellung rechnen Uwe Werkmann und Karsten Schminke im November 2021.
In der dritten Generation lenkt der Bauingenieur Uwe Werkmann das, was vor mehr als acht Jahrzehnten als Dietzenbacher Baugeschäft gegründet wurde. Heute heißt die Firma Werkmann Unternehmensgruppe und verfügt über ein umfassendes Portfolio: Projektentwicklung, Planung, Baumanagement, Vertrieb, Verwaltung und Gebäudeservice. Zum Abschluss der Baustellenbesichtigung fragte Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender nach den Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Stadt. „Die Zusammenarbeit läuft mustergültig: begonnen beim B-Plan-Verfahren über die Erteilung der Baugenehmigung bis hin zur Abstimmung mit dem Ordnungsamt wegen der nicht unkomplizierten Zu- und Abfahrt der Baufahrzeuge in der Haagstarße“, waren sich Uwe Werkmann und Karsten Schminke einig.
Foto: Die Friedberger CDU zu Besuch auf der Baustelle der Wohnanlage auf dem Gelände der ehemaligen Maschinenfabrik Reuss mit (v.r.)Prokurist Karsten Schminke, Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Stadtrat Gerhard Bohl, Vorstandsmitglied Merle Ljungh, Emrah Tenekeci (Baumanagement ), Ortsvorsteher Norbert Simmer, Stadtverordnete Sybille Wodarz-Frank, CDU-Vorsitzender Bernd Wagner und Bürgermeister Dirk Antkowiak.

« Anträge der CDU Fraktion im Stadtparlament - Kritik von SPD Fraktionsvorsitzenden Rack läuft ins Leere CDU Friedberg zu Besuch beim Schützenverein Diana 1920 Ockstadt »