„Am Anfang steht der Zusammenbau des massiven und schweren Keilrahmens. Darüber wird ein schweres Maltuch gespannt und befestigt. Das erfordert schon richtig Kraft.“ Raphael Rack demonstriert den Besuchern von der Friedberger CDU bei ihrem Atelierbesuch in der Friedberger Burg die Entstehung seiner großformatigen abstrakten Ölgemälde von Anfang an. Nach der Grundierung der Leinwand mit ein oder zwei Farben mit dem Pinsel beginnt der Kraftakt der Bildschöpfung. In einem meist mehrmonatigen Prozess arbeitet er sich an der Leinwand ab. Bis zu 60 Farbschichten trägt er mit Pinsel, Messer, Rakel, Spachtel und den Händen auf, um diese dann wieder herunterzukratzen und so darunterliegende Farbschichten freizulegen. Durch das Verstreichen der Farben in unzähligen Schichten entsteht eine reliefartige Oberfläche und sie entfaltet eine ungeheuer intensive Leuchtkraft. „Malerei ist für mich der Spiegel eines Lebens, dass immer auch von Schweiß und Maloche erzählt, von Wein und Zigaretten, dem Ringen mit sich selbst und der Leinwand“, erläutert Raphael Rack dem Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Gisela Rasper, Christina Bohl, Sybille Wodarz-Frank, Isa Kiranmezar und dem CDU-Vorsitzenden Bernd Wagner. Die farbgewaltigen Bilder von Raphael Rack strahlen voll Energie, Kraft, Optimismus und Malereilust und beeindruckten die CDU-Besucher sehr.

Raphael Rack ist ein sehr erfolgreicher Künstler. Bei der letzten Art Karlsruhe, einer der renommiertesten Kunstmessen überhaupt in Deutschland, verkaufte er sieben von den elf ausgestellten Werken. „Damit gewinne ich Unabhängigkeit und damit auch die Möglichkeit zur künstlerischen Weiterentwicklung.“ Raphael Rack wurde 1968 in Bad Homburg geboren und kam zusammen mit seiner Mutter im Alter von sechs Jahren in die Kreisstadt. Seit fast 30 Jahren lebt er in der Vorstadt zum Garten, allerdings mit Pausen. Bei einem Besuch auf der Documenta Kassel im Jahr 1987 fasste er den Entschluss, dass er sich künftig der Kunst widmen möchte. Nach dem Abitur am Burggymnasium studierte er von 1989 bis 1990 Bildende Kunst an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung. Nebenbei jobbte er in einem Plattenladen und lebte von 1990 bis 2011 als Musik- und Filmmanager in New York und Frankfurt. Ab 2012 widmete er sich der Wiederaufnahme der Malerei. Dass er einen Raum des Burggymnasiums als Atelier mitbenutzen kann, geht auf seine positiven Erinnerungen an seine hier verbrachte Oberstufenzeit zurück, die 1988 mit dem Bestehen des Abiturs endete sowie seinen nie abgerissenen Kontakten zur Schulleitung und dem Kollegium. Heute lässt er Kunstschülerinnen und -schüler von seinem Können und seinen Erfahrungen profitieren. Dies geschieht beispielsweise bei Besuchen im Kunstunterricht, bei denen er die künstlerisch Tätigen berät und ihnen Techniken zeigt und erläutert. Zudem unterstützt er den Fachbereich Kunst bei den Projektwochen des Burggymnasiums mit kreativen Anregungen und künstlerischen Anleitungen. Ab 2014 konnten die Werke von Raphael Rack auf vielen Ausstellungen in Messen und Galerien in ganz Deutschland gesehen werden.

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