Schon seit Jahrzehnten gibt die B275 in Ossenheim Anlass für Gesprächsstoff, bildet sie Grundlage für Anträge und Forderungen an Hessen Mobil und die Stadt Friedberg.

Schon seit Jahrzehnten gibt die B275 in Ossenheim Anlass für Gesprächsstoff, bildet sie Grundlage für Anträge und Forderungen an Hessen Mobil und die Stadt Friedberg. Die Straße ist Zeitzeuge der Untätigkeit vieler Institutionen. Über die Jahre ändert sich der Verkehr; das Auto, der LKW und die Landmaschine werden größer, der Lärm und die Erschütterungen nehmen zu, die Straße bleibt jedoch die Gleiche. „Wir fordern, die Gefahrenstellen in der Ortsdurchfahrt unverzüglich zu entschärfen und dauerhaft Tempo 30 auf der B 275 im Bereich des Schulweges“, so Christoph Haub, Sprecher der CDU Ossenheim.

Rund um die Ossenheimer Grundschule ereignen sich täglich gefährliche Situationen, die keiner sehen möchte. Am wenigsten die Eltern der Schulkinder, die bis zur 4. Klasse diesen Schulweg nutzen. Zur Veranschaulichung hat die Ossenheimer CDU eine solche Situation fotografisch dokumentiert: Nachdem drei Kinder die Ampel an der Engstelle überquert hatten, müssen zwei LKW aneinander vorbeifahren. Glücklich in dieser Situation: der von Florstadt kommende LKW musste zuvor an der roten Ampel halten und hat anschließend mit äußerster Disziplin die Situation gemeistert. Viele Fahrer halten sich an dieser Stelle an die von 7:00 bis 17:00 Uhr geltende Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h. Andere tun dies leider nicht.

„Solche und ähnliche Situationen sind entlang der B275 an der Tagesordnung“, so Christoph Haub. Auf Initiative der CDU Ossenheim forderte der Ortsbeirat bereits 2016 mit einem gemeinsamen Antrag aller Parteien die Stadt auf, „verkehrsberuhigende Maßnahmen an der B275 – Höhe der Schule“ zu ergreifen. Weitere Anträge der CDU folgten, ob es um ein dauerhaftes Tempolimit auf 30 km/h geht, den Aufbau eines Traffic Towers (Blitzers) oder einfach nur um die Schaffung einer Befestigungsmöglichkeit, damit ein GIS (Geschwindigkeits-informationssystem) befestigt werden kann.

Es folgten Ortstermine mit den Antragsstellern oder dem Ortsbeirat. Ideen wurden besprochen, Umsetzungsmöglichkeiten untersucht. Taten folgten leider keine. Nach mehr als zwei Jahren wurde der Ortsbeirat in der Sitzung am 15 August 2019 mit folgender Mitteilung des zuständigen städtischen Amtes über den aktuellen Stand in Kenntnis gesetzt: „Nach erfolgtem Ortstermin kann mitgeteilt werden, dass in dem vom Ortsbeirat beantragtem Bereich (Ortsmitte Ossenheim aus Richtung Florstadt) kein GIS zum Einsatz kommen kann, da keine geeignete Stelle für das Setzen eines Pfostens in diesem Bereich vorhanden ist.“ Als „Placebo“ sollen nun die Ossenheimer ein GIS auf der gegenüberliegenden Seite der Fahrbahn aus Richtung Friedberg kommend erhalten. „Den Sinn dieser Maßnahme muss man hinterfragen“, so Haub. Denn die Gefahr rolle den Berg hinunter und nicht hinauf. Die CDU Ossenheim fordert noch einmal nachdrücklich alle beteiligten Institutionen, alle Politiker und Gremien auf, diese Gefahrenstelle zu entschärfen. Ein dauerhaftes Tempo 30, eine Verkehrsüberwachung mit Hilfe eines Blitzers und/oder eine auf Tempo 30 reduzierende Ampelsteuerung sind mögliche Maßnahmen, um die Gefahren des Straßenverkehrs zu reduzieren.


Alltägliche Situation am Schulweg der 1. bis 4. Klasse entlang der B275, morgens kurz nach 7:00 Uhr zwischen Florstädter Straße 48 und 50

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