Kann Gunther Best (CDU), der Ortsvorsteher von Bruchenbrücken, in seiner Straße Tempo 30 einführen? Natürlich nicht, denn der Ortsvorsteher ist nur der vom Ortsbeirat gewählte Vorsitzende. Und zu sagen hat der Ortsbeirat nichts, auch nicht der Ortsvorsteher. Er kann lediglich Wünsche an den Magistrat oder die Verwaltung richten oder über seine Parteikollegen in der Stadtverordnetenversammlung Anträge einbringen. Eine für die Verwaltung bindende Beschlussfassung gibt’s nicht. „Zentrale Ziele sind für mich die Verbesserung der Lebensqualität für meine Mitbürger, Schutz der Natur sowie der Erhalt der Vereinskultur,“ so Gunther Best.

Geregelt sind die Aufgaben und Rechte der Ortsbeiräte in Paragraf 82 der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat Bruchenbrücken besteht aus neun Mitgliedern und wird am 14. März im Rahmen der Kommunalwahl neu gewählt. Bruchenbrücken soll auch weiterhin durch Gunther Best an der Spitze des Ortsbeirates repräsentiert werden. Außerdem kandidieren auf der CDU-Liste Ellen Engelhardt, Sandra Schmidt, Dr. Uta Bettina von Altenbockum und Gudrun Dietrich. Die Mitglieder des Ortsbeirats sind ehrenamtlich unterwegs. Und sie sind zu allen wichtigen Angelegenheiten, die den Ortsbezirk betreffen, zu hören. Immerhin hat der Ortsbeirat ein Vorschlagsrecht in allen Angelegenheiten, die den Ortsbezirk angehen. Und er muss Stellung nehmen, wenn Entscheidungen für den Ort fallen.

Wenn nun der Ortsbeirat nichts zu sagen hat, warum gibt’s ihn dann überhaupt? Die Antwort gibt Gunther Best: „Wir Ortsbeiratsmitglieder wissen, wo es in Bruchenbrücken klemmt und können schneller Probleme erkennen und auf die Lösung drängen.“ So haben die CDU-Mitglieder im Ortsbeirat Bruchenbrücken in den vergangenen Jahren zahlreiche Dinge durch von ihnen eingebrachte Anträge angeschoben:

• Neuer Radweg für Bruchenbrücken nach Friedberg zum Usatal-Radweg
• Fertigstellung der Straßen im Neubaugebiet
• Neuherstellung von Verkehrsschildern zur Unfallverhütung
• Sanierung der innerörtlichen Straßen und Wege
• Anbringung einer Geschwindigkeitsmessanzeige
• Spielplatz am Schulhof: Neue Spielgeräte sowie Wetterschutz mit Sitzgelegenheit
• Festsetzung der Gesamthöhe der Windkraftanlagen
• Herstellung einer Saugstelle an der Wetter für die Feuerwehr
• Installation einer Stromtankstelle am Bügerhaus
• Neupflanzung von Obstbäumen im Bruchenbrückener Wingert
• Ruhebank in der Brückengasse.

Auch in die letzte Sitzung des Ortsbeirates vor der Kommunalwahl hat der CDU -Ortsverband vier Anträge eingebracht, die einstimmig beschlossen wurden:

• Zeitliche Parkplatzeinschränkung am neuen Friedhof
• Reparaturdes Fußweges zum Fischteich
• Vergrößerung des Basketballfeldes
• Beschilderung des Basketballfeldes.

In naher Zukunft stehen wichtige Entscheidungen in Bruchenbrücken an, die von der CDU unterstützt werden: S-Bahnausbau von Friedberg nach Frankfurt; die Sanierung des Wehres an der Mühle; Neuausweisung eines Baugebietes; die Trassierung eines Radweges nach Friedberg. Gegen die Ausweisung des Neubaugebietes „Gollacker“ im benachbarten Niddatal-Ilbenstadt-Assenheim wird sich die CDU aussprechen, um vor allem das damit verbundene stärkere Verkehrsaufkommen abzuwehren.

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