Europas ältestem Handelsunternehmen für Elektroinstallationsmaterial und Elektrohaushaltsgeräte in Familienbesitz, der Firma electroplus Schroeder in der Pfingstweide, stattete die Friedberger CDU jetzt einen Besuch ab. Sigurd Schroeder informierte die Gäste von der CDU, allen voran Bürgermeister Dirk Antkowiak, CDU-Vorsitzender Bernd Wagner und Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, zuerst über die interessante Firmenhistorie. 1896 wurde das Handelsunternehmen für elektrische Artikel wie Isolatoren, Kupferdraht, Dachständer, Kohlefadenlampen und Fassungen im ostpreußischen Königsberg gegründet. Nach der Zerstörung Königsbergs im Krieg wurde die Firma 1947 nach Friedberg verlegt. Hier begann mit drei ebenfalls aus Königsberg geflüchteten Mitarbeitern der Neuanfang. 1958 trat der Kaufmann Hartmut Schroeder, ein Urenkel des Gründers, in die Firma ein. 1984 bezog man die heutigen Geschäftsräume im Industriegebiet Süd. Inzwischen traten auch die Söhne Hendrik und Sigurd Schroeder als Teilhaber in die jetzt unter dem Familiennamen bekannte Firma ein und übernahmen 1991 gemeinsam die Geschäftsleitung von ihrem Vater. „Verkaufen ist unsere Leidenschaft“, erklärte Sigurd Schroeder bei einem Rundgang durch das Lager und den Ausstellungsraum. Hier fallen neben den zahlreichen Elektrokleingeräten, darunter allein mehr als 20 Kaffeemaschinen, vor allem die Großgeräte wie Herde, Kühlschränke oder Waschmaschinen ins Auge. „Im Gegensatz zum Online-Handel kann der Kunde bei uns die Geräte anfassen und sich beraten lassen, welches Modell am ehesten seinen Ansprüchen gerecht wird“, so Sigurd Schroeder. Aber auch die elektrischen Artikel wie Sicherungen, Schalter oder Kabel werden wie vor 120 Jahren verkauft. „Natürlich liefern wir nicht nur die Spülmaschine oder die Waschmaschine ins Haus, wir schließen auch an oder bauen ein. Und vor allem sind wir auch für Reparaturen da“, betonte der neue Verkaufsleiter Christian Groß. 14 Mitarbeiter im Verkauf und Service stehen den Kunden aus der Wetterau bei electroplus Schroeder mit Rat und Tat zur Seite. Bei allen positiven Berichten erfuhren die Gäste von der Friedberger CDU zum Schluss noch von einem besonderen Ärgernis. „Die Zollbehörde kontrolliert ständig auf Grund des Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetzes (EVPG), ob die Energie-Label sichtbar an der vorderen Außenseite der Elektrogeräte angebracht sind. Das gilt auch für Geräte in Kartons. Steht der Karton bei einer Kontrolle zufällig verkehrt herum, wird sofort ein Bußgeld verhängt“, empörte sich Sigurd Schroeder.

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