Mit einem „Willkommen in unserem kleinen Bauchladen!“ begrüßten Klaudia und Norbert Decher die Besucher von der Friedberger CDU in ihrem Bettenfachgeschäft auf der Kaiserstraße. Bürgermeister Dirk Antkowiak, Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender und Mitglieder aus Vorstand und Fraktion lernten beim Rundgang durch das wunderbar restaurierte Gebäude aus dem Jahr 1517 viel über die Friedberger Geschichte. Hier im heutigen Haus Kaiserstraße 32 hat Martin Luther am 28./29 April 1521 im damaligen Gasthaus „Zum Grünberg“ auf seiner Flucht in die Wartburg übernachtet, nachdem er in Worms in Acht und Bann geschlagen worden ist. Eine Gedenktafel über dem Geschäftseingang, angebracht im Jahr 1883 an dem im 19. Jahrhundert errichteten heutigem Gebäude, erinnert daran. Die Pflege und Weiterentwicklung dieses historischen Kleinods sieht die Inhaberfamilie Decher als Hobby und Berufung, der sie sich mit großer Hingabe widmet. So wurde nach dem Kauf des Gebäudes im Jahr 1986 der heutige Verkaufsraum barrierefrei hergerichtet. “Andere legen ihr Auto tiefer, wir haben unseren Verkaufsraum tiefer gelegt,“ scherzte Norbert Decher. Die Baugenehmigung für diese Maßnahme beanspruchte drei Jahre. Jetzt steht man im Erdgeschoß in einer „Säulenhalle“ mit den Original Balken aus dem Jahr 1517. Hier bietet das sechsköpfige Team um Klaudia und Norbert Decher eine große Auswahl an Zudecken, Kopf- und Nackenstützkissen, Bettwäsche, Frottierwaren, Wohn- und Heimdecken sowie liebevoll ausgewählte Wohnaccessoires an. Im Obergeschoss, ebenfalls mit dem historischen Ambiente von 1517, befindet sich eine moderne Auswahl an Matratzen, Lattenrosten und Bettgestellen. Hier geht Norbert Decher als diplomierter Schlafberater auf die individuellen Schlafbedürfnisse und Körperbautypen der Kunden ein. Zum Abschluss fuhr man mit dem Fahrstuhl in den riesigen Gewölbekeller des ehemaligen Gasthauses. Von hier führte ein, jetzt verfüllter, Gang unter der Kaiserstraße hindurch zum Katharinenbrunnen in Höhe des historischen Rathauses. Beim Abschied erklärte Klaudia Decher, dass sie an den Bestand des Einzelhandels auf der Kaiserstraße glaube. Doch dazu müsse die Kommunalpolitik für ein positives Umfeld sorgen. Vor allem müsse gegen die Blockadepolitik der Unteren Denkmalschutzbehörde beim Wetteraukreis bei Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen vorgegangen werden.

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