(sto) Einen der beliebtesten Politiker Deutschlands konnte der Vorsitzende des Friedberger CDU-Stadtverbands Dr. Hermann Hoffmann als Redner ankündigen, als er die Besucher des Neujahrsempfangs begrüßte. Über 400 Bürger waren gekommen, darunter auch Kommunalpolitiker von SPD, UWG und FDP, um dem „rheinischen Urgestein der CDU“ zu lauschen. Nicht für alle gab es Sitzplätze. Viele standen bis ins Foyer, versorgt mit Sekt und Orangensaft von der Friedberger Jungen Union.

Hoffmann nannte den 63-jährigen CDU-Innenpolitiker einen „konservativen Rebell“ und erinnerte an seine Haltung zu Eurorettung, Griechenlandkrise und zur aktuellen Flüchtlingspolitik. Bosbach habe den Mut, auch gegen starke Widerstände seine eigene Meinung zu behaupten.

„Ich bin kein Revolutionär, sondern ein freundlicher Rheinländer“, ging der aus Bergisch-Gladbach stammende Bosbach auf die einleitenden Worte Hoffmanns ein. Aber man gelte heute bereits als Revolutionär, wenn man bei seiner Meinung bleibe. Dies sei aber in schwierigen Zeiten besonders wichtig. Niemals seit der Wiedervereinigung habe man sich so tiefgreifenden Herausforderungen stellen müssen wie heutzutage.

„Der IS-Konflikt ist die große Herausforderung für unser Land und Europa. Diesen Konflikt können wir nicht mit militärischen Mitteln lösen, sondern nur mit kluger Politik“, erklärte Bosbach und wies darauf hin, dass sich auch Deutschland im Visier islamistischer Terroristen befinde. Dass es hier bislang nicht zu schweren Anschlägen gekommen sei, liege in erster Linie an der hervorragenden Arbeit der deutschen Sicherheitsbehörden. „Wir werden es nicht akzeptieren, dass Konflikte, die ihren Ursprung in anderen Kulturkreisen haben, in Deutschland mit Gewalt ausgetragen werden“, stellte Bosbach klar.

Um die Zukunft Deutschlands müsse einem nicht bange sein. Das Land müsse den Übergang von einer Industrie- zu einer Wissensgesellschaft schaffen. "Bildung und Forschung sind das wichtigste Kapital, das wir unseren Kindern mit auf den Weg geben können, denn wir verfügen nicht über sonstige Ressourcen." Bosbach machte deutlich: "Bei allen Sorgen und Problemen ist es Glück, in Deutschland geboren zu sein, hier leben und arbeiten zu dürfen. Uns geht es im Vergleich zu anderen Ländern nach wie vor gut."

Einen positiven Ausblick attestierte Bosbach auch der Friedberger CDU: „Das große Publikum zeigt deutlich ein großes Interesse an der Union.“ Er spielte damit offensichtlich auf die Kommunalwahl am 6. März an, bei der die Friedberger CDU versuchen will, stärkste politische Kraft in der Stadtverordnetenversammlung zu bleiben.

Dass dies nicht nur das Ziel der Friedberger Union sei, sondern auch der CDU im Wetteraukreis, machten im Anschluss auch der Tobias Utter, MdL, und der Spitzenkandidat der Wetterauer CDU Oswin Veith, MdB, klar. Es gelte, die Bürger auf allen Ebenen von der erfolgreichen Arbeit der CDU zu überzeugen.

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