(hol) Das Wort Kaffee kommt aus dem Arabischen. Es bedeutet so viel wie „anregendes Getränk“. Der Name Kaffee ist an den Ort der Entdeckung „Kaffa“ im Südwesten Äthiopiens angelehnt.

Und auch dass die Deutschen pro Jahr über 70 Milliarden Tassen Kaffee trinken erfuhren die Mitglieder der Friedberger CDU aus Fraktion und Vorstand bei ihrem Besuch bei Diplom-Kaffeesommelier Eric Hermannsdörfer. Seit November letzten Jahres betreibt Eric Hermannsdörfer in der Friedberger Pfingstweide 11 seine Kaffeespezialrösterei Golden Brown.

„Wo und wie wird man Kaffeesommelier?“, war die erste Frage von Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender. Im Jahr 2013 absolvierte Eric Hermannsdörfer seine Ausbildung bei Prof. Leopold J. Edelbauer am Institut für Kaffee-Experten-Ausbildung in Wien – weltweit die erste und einzige firmenneutrale und unabhängige Institution dieser Art. Ein Kaffeesommelier muss, ähnlich wie ein Weinsommelier, wissen wo und wie Kaffee angebaut wird, wie man ihn verarbeitet und röstet, wie man ihn zubereitet und richtig verkostet, und vor allem wie man seine Qualität und seinen Geschmack bewertet – von der rohen Kaffeebohne bis zum Kaffee in der Tasse.

So erfuhren die Vorstands-, Magistrats- und Fraktionsmitglieder der Friedberger CDU in kurzer Zeit eine Menge über das Lieblingsgetränk der Deutschen: Worin unterscheiden sich die Hauptkaffeesorten Arabica und Robusta, aus welcher Region kommen die Bohnen? Wie und wo wird Kaffee angebaut, wie wird er geerntet, aufbereitet und geröstet. Denn der richtige Röstgrad und die richtige Röstdauer bestimmen die Kaffeearomen.

Auf die Frage von Friedbergs CDU-Vorsitzenden Dr. Hermann Hoffmann, wo der Kaffee für seine Rösterei herkomme, erfuhren die Besucher, dass ausschließlich fair gehandelte Bohnen geröstet würden. Kleine Kaffeebauern, die sich zu Gilden zusammengeschlossen haben, garantieren die hohe Qualität von Anbau und sortenreiner Ware. Alles zu gerechten Preisen. So zum Beispiel von der Rungeto Farmers Cooperative aus Kenia, in der sich 1200 Kaffeeanbauern zusammengeschlossen haben. Ihr Kaffee „Kii Factory“ wächst an den Hängen des Mount Kenia auf 1300 bis 1900 Metern Höhe. "Arabica ist die bessere Bohne", erklärt Eric Hermannsdörfer. Die wirtschaftlich bedeutendste Kaffeebohne hat hohe Ansprüche, eine längere Reifezeit, aber auch mehr Aromastoffe als die Robusta-Bohne, die sich durch schnelles Wachstum auszeichnet. Da kostet das Pfund Kaffee aber auch 14,50 Euro. So finden Kaffee Genießer hier ein Eldorado an Spezialitätenkaffees.

"Unsere Omas haben alles richtig gemacht: Aufbrühen ist die beste Methode, um volles Aroma zu erzielen", sagt Eric Hermannsdörfer zum Schluss, der nicht nur Diplom-Kaffeesommelier, sondern auch Barista und einer von zehn Ausbildern der unabhängigen Organisation Speciality Coffee Association of Europe (SCAE) in Deutschland ist. Die SCAE hat Standards definiert und legt damit fest, über welches Wissen und Fertigkeiten ein Barista verfügen muss. Der Begriff bezeichnet hier einen Fachmann, welcher ausschließlich für die Zubereitung von Kaffee, Espresso und diverser Kaffeespezialitäten zuständig ist. „Ich werde keinen gemahlenen Kaffee mehr kaufen und es einmal mit Kenia Kii-Factory versuchen“ meinte Stadtrat Dirk Antkowiak zum Abschluss.

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