(rie) Im Rahmen ihrer Sommertour besichtigte die Junge Union Friedberg den ältesten Friedberger Stadtteil Ossenheim, der bereits vor vier Jahren sein 1200-jähriges Bestehen feierte. Empfangen von dem CDU-Ortsverbands-Vorsitzenden Frank Litzinger, dem Friedberger Magistratsmitglied Herbert Wellenberg sowie den CDU-Mitgliedern Ursula Borchardt, Manfred Schusser und Gerhard Schwemmer begann die Besichtigung am Ossenheimer Bürgerhaus, das nicht zuletzt auf Grund der guten Leitung unter Pächterin Ursula Deinlein zu einem auch von außerhalb sehr gut besuchten Lokal geworden sei, so Litzinger.

Der bereits im Grenzänderungsvertrag im Jahr 1971 zugesagte Bau eines Kindergartens, Streitthema während des Friedberger Kommunalwahlkampfs, war dann auch Gegenstand der Ortsbegehung. Litzinger führte seine Besucher zu den ins Auge gefassten Standorten, bei denen die Anwesenden dann Vor- und Nachteile abwogen. Als eindeutiger Favorit kristallisierte sich das Neubaugebiet „In der Bachseif II“ heraus. Getreu dem Motto „Kurze Beine – Kurze Wege“ waren sich JU und CDU einig, dass dieser Ort nicht nur auf Grund seiner Lage zum Ortskern Ossenheim, sondern auch im Hinblick auf das vorwiegend von jungen Familien bewohnte Neubaugebiet optimal sei. Zusätzlich sichere eine Kindertagesstätte auch die Zukunft der Ossenheimer Grundschule, deren Fortbestand für die CDU in Friedberg außer Frage stehe, so H. Wellenberg. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang der bereits in der Stadtverordnetenversammlung eingebrachte Antrag für ein so genanntes Bildungshaus, der die Zusammenführung von Kindertagesstätte und Grundschule vorschlägt. Ein solches Projekt kann jedoch nur in Kooperation und mit Unterstützung des Wetteraukreises in Angriff genommen werden.

Als problematisch empfanden die Anwesenden, dass Ossenheim über so gut wie keine Einkaufsmöglichkeiten verfüge und der, wie Litzinger berichtete, seit März 2008 bestehende Wochenmarkt am Bürgerhaus nicht ausreichend genug angenommen werde. „Ein Teufelskreis“, so Litzinger, „denn wenn auf Grund des eingeschränkten Warenangebots nicht genügend Leute auf den Markt gehen, dann werden uns wegen der zu geringen Umsätze bald die Marktbeschicker davonlaufen“. Eine Verbesserung der Infrastruktur sei nur durch eine Weiterentwicklung von Ossenheim, beispielsweise durch die Schaffung eines neuen Baugebiets für junge Familien, zu erreichen.

Handlungsbedarf sahen JU und CDU auch bei der stark befahrenen Florstädter Straße (B275), deren Überquerung auf Grund von fehlenden Fußgängerüberwegen am Bürgerhaus und im Oberdorf nicht nur für ältere Menschen gefährlich werden könne. Auch wenn ein Zebrastreifen auf Grund der Ausweisung als Bundesstraße nicht möglich sei, müsse hier zeitnah eine Überquerungshilfe, eventuell in Form einer Mittelinsel eingerichtet werden, forderte JU-Vorstandsmitglied Rebecca Riesener.

Zum Abschluss führte Litzinger seine Gäste durch die so genannte „Lummerlund“-Siedlung, ein im Jahr 1999/2000 entstandenes Wohngebiet, das ausschließlich mit energieeffizienten Einfamilienhäusern im Passivhaus-Standard bebaut ist – Absehbar, so die JU abschließend, die Häuser der Zukunft.

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