Der Freiwilligen Feuerwehr Friedberg stattete die Junge Union Friedberg jüngst einen Besuch ab, um vor Ort mehr über die Arbeit der Feuerwehr zu erfahren. Begleitet wurden die Jungpolitiker vom JU-Kreisvorsitzenden Benjamin Grimmel, Stadtrat Dirk Antkowiak sowie der stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Christel Bohl.

Stadtbrandinspektor Michael Stotz, Kernstadt-Wehrführer Andreas Bösch sowie dessen Stellvertreter Ralf Höhmann empfingen den CDU-Nachwuchs und ermöglichten ihnen neben einem Einblick hinter die Kulissen und vielfältigen Informationen auch eine tolle Aussicht auf der neuen Drehleiter.

Die Organisation der Feuerwehr gliedere sich in zwei Aufgabenbereiche, erklärte Stotz. So gibt es neben dem Feuerwehr-Verein, der sich die Förderung und Unterstützung der Feuerwehr zum Ziel gemacht habe die Einsatzabteilung, also eben die Männer und Frauen, die sich aktiv für die Sicherheit Friedbergs einsetzen. Friedberg könne sich neben zwei hauptamtlichen Gerätewarten auf ungefähr 200 Einsatzkräfte verteilt in allen Stadtteilen, davon 45 in der Kernstadt, stützen. Regelmäßig nehmen sie an Weiterbildungen und Übungen teil, um stets auf dem aktuellen Stand zu bleiben und „nicht einzurosten“, wie Höhmann erklärte. Stolz kann die Friedberger Feuerwehr auf ihre aktive Jugendfeuerwehr sein, die rund 100 Mädchen und Jungs im Alter zwischen 10 und 17 Jahren zähle. Daneben gibt es Kindergruppen in Ockstadt, Dorheim und Ossenheim, in der sich sechs bis zehnjährige Kinder spielerisch, aber mit dem notwendigen Ernst engagieren.

Ein breites Einsatzspektrum hat die Feuerwehr abzudecken. Neben dem „normalen“ Löschen von Feuer ist sie auch zuständig für die technische Hilfeleistung bei Fahrzeug- und Gefahrgutunfällen, Strahlenschutz und Katastrophenschutz. Als Wetterauer Kreisstadt stehen zudem das Wetterauer Strahlenspürtruppfahrzeug sowie der GABC-Erkunder des Bundesinnenministeriums im Fuhrpark der Friedberger Feuerwehr. Die Vielzahl der Fahrzeuge erfordere zusätzliche Kenntnisse. „Wenn der Pieper losgeht, kommen unsere Leute entweder von zu Hause, aus der Freizeit oder dem Büro direkt hierher. Wer als erstes da ist, der fährt auch als erstes. Daher muss eben auch jeder alles können“, erklärte Stotz und betonte die Wichtigkeit ehrenamtlicher Helfer bei Notfällen aller Art, „das Engagement jedes Einzelnen ist viel wert“. Ungefähr sechs Minuten vergehen nach der Alarmierung bis das erste Einsatzfahrzeug den Stützpunkt verlässt, ergänzte Bösch.

Daneben standen Stotz, Bösch und Höhmann den Jungpolitikern zu den Themen der Interkommunalen Zusammenarbeit, der Brandschutzerziehung im Kindergarten sowie dem neu eingeführten Digitalfunk Rede und Antwort.

Im Anschluss machten sich die Besucher ein Bild von der Ausstattung des Feuerwehrstützpunktes und der vielfältigen technischen Ausstattung der Einsatzfahrzeuge. Insbesondere die drei Monate alte Schlauchtrocknungsanlage und die „Allzweckwaffe“ der Friedberger Feuerwehr, das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF), das auf die speziellen Friedberger Bedürfnisse umgerüstet wurde, begeisterte die JU: „Unglaublich, was alles in so einem Wagen steckt“.

Für die JU ein „ganz besonderes Erlebnis“ war jedoch, dass sie auf der im letzten Jahr neu erworbenen Drehleiter, mit der eine Rettung selbst aus 30 Metern Höhe möglich wird, in die Höhe fahren durften. „Echt beeindruckend, dass wir in nicht mal zwei Minuten mit vier Personen im Korb auf fast 30 Meter ausgefahren wurden. Die neue Leiter wird viel dazu beitragen die Rettung von Menschenleben im Notfall zu beschleunigen. Toll, dass wir die Gelegenheit hatten, noch ganz nebenbei einen einzigartigen Blick über Friedberg zu erhalten“, so der stellvertretende JU-Vorsitzende Thomas Valentin.

Die JU-Vorsitzende Rebecca Riesener dankte Stotz, Bösch und Höhmann für die fachkundige Führung und ihr Engagement: „Ohne die beachtliche Leistung und den ehrenamtlichen Einsatz unserer Feuerwehr 24 Stunden am Tag an 7 Tagen die Woche an 365 Tagen im Jahr, wäre Friedberg ziemlich aufgeschmissen. Was hier tagtäglich geleistet wird, ist schlichtweg unbezahlbar. Auch in Zeiten knapper kommunaler Kassen muss weiterhin konsequent und klug in die Ausrüstung der Feuerwehren investiert werden, um auf alles vorbereitet zu sein und die Gesundheit unserer ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu schützen.“

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