Zu einem Besuch bei der Imago Technologies GmbH in der Straßheimer Straße in Friedberg trafen sich Friedberger CDU-Vertreter mit Imago-Geschäftsführer Carsten Strampe. Noch nie etwas von Imago gehört? Das ging auch Bürgermeister Dirk Antkowiak, Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, den Stadträten Norbert Simmer und Gerhard Bohl, CDU-Vorsitzenden Bernd Wagner sowie Werner Schaupp aus Dorheim und Frank Litzinger aus Ossenheim so, obwohl die Firma seit 2011 in Friedberg entwickelt und produziert. Durch Zufall war man auf den von der führenden Fachzeitschrift für angewandte Bildverarbeitung und optische Messtechnik „inspect“ ausgelobten inspect award 2022 gestoßen, bei dem Imago Technologies mit dem 2. Platz für die Industrial Dashcam ausgezeichnet worden war. Mit der Industrial Dashcam hat Imago Technologies eine neuartige Lösung zur Beobachtung und Videoaufzeichnung industrieller Abläufe entwickelt. „Wir sind tätig im Bereich der industriellen Bildverarbeitung und haben uns dort spezialisiert auf die Herstellung von Bildverarbeitungsrechnern und intelligenten Kameras,“ erläutert Carsten Strampe. „Unsere Zielgruppe und Kunden sind Maschinenhersteller, die unsere Rechner und Kameras für Anwendungen der industriellen Bildverarbeitung einsetzen und für die wir optimal abgestimmte Systeme entwickeln“, so Strampe. Von daher sei es verständlich, dass seine Firma in Friedberg weitestgehend unbekannt ist. Dagegen bestehe ein guter Kontakt zur Technischen Hochschule Mittelhessen. Ein Beispiel für den Einsatz der von Imago Technologies entwickelten Kamera- und Rechnersysteme sind Abfallsortieranlagen. Wenn in einer solchen Anlage PET-Kunststoffflaschen aussortiert werden sollen, um sie anschließend sauber zu recyceln, also klein zu schreddern und zu waschen, dann darf keine einzige PVC-Flasche in der aussortierten PET-Fraktion sein. Der optische Fingerabdruck zeigt, um welches Material es sich handelt. Verschiedene Kunststoffe werden in Bruchteilen von Sekunden erkannt, selbst wenn der Joghurtbecher zuhause ungespült im gelben Sack gelandet ist. PVC, PET oder PPP – diese verschiedenen Kunststoff-Materialien unterscheiden zu können, ist elementar wichtig. Der integrierte Rechner wertet die Informationen aus und setzt bei positiver Teile-Erkennung Druckluftdüsen in Betrieb, die die entsprechenden Teile in seitlich bereit stehende Behälter blasen. Weitere Einsatzbereiche sind die Qualitätskontrolle, die Erkennung von Fremdkörpern oder die Erkennung von Inhomogenität. Aber auch die Inspektion von Verpackungen ist denkbar: die Kamera erkennt geöffnete Verpackungen, verknicktes Papier, einen Stau von Produkten oder auch den Füllstand von Flüssigkeiten. Unter den 25 Mitarbeitern sind allein zehn im Bereich der Forschung und Entwicklung tätig. „Seit einem Jahr belastet uns die Beschaffungskrise bei elektronischen Bauteilen ganz massiv“, klagt Carsten Strampe. Und einen Wunsch gibt er den Besuchern von der Friedberger CDU mit auf den Weg: „Wir suchen nicht nur Wohnungen für Mitarbeiter, sondern auch Apartments für Studierende, die ein duales Studium bei uns absolvieren wollen.“

Foto:
Carsten Strampe, Geschäftsführer von Imago Technologies (r.) mit den Besuchern Hendrik Hollender, Norbert Simmer, Frank Litzinger, Werner Schaupp, Bernd Wagner, Dirk Antkowiak und Gerhard Bohl (v.li.)

« Hermann Kosch für 60 jährige Mitgliedschaft geehrt CDU Friedberg zu Besuch im Atelier von Raphael Rack »